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Zum Partner ziehen

Hallo in die Runde,

ich habe hier seit einiger Zeit mitgelesen und fühle mich endlich verstanden. Die "normalen" Menschen können unsere Sorgen ja nicht wirklich nachvollziehen.
Nun zu meinem Problem: ich bin psychisch nicht ganz auf der Höhe, also quasi doppelt belastet. Mein Partner ist nach wenigen Monaten Beziehung bei mir eingezogen. Komischerweise ging das relativ gut... ich war tagsüber alleine zuhause und konnte so meinen Gedanken nachgehen und die alleine-Zeit genießen. So war ich gestärkt für die gemeinsamen Abende. Vor 3 Monaten sind wir, aus vielerlei Gründen, zu ihm ins Haus gezogen. Und seitdem geht es bei mir bergab. Ich bin nur noch angespannt und nervös und denke ununterbrochen darüber nach, wie ich das hier schaffen soll. Auch die alleine-Zeit kann ich nicht mehr genießen, da ich nur noch am grübeln bin, ob ich ausziehe oder nicht oder was ich tun kann.
Hat jemand vielleicht einen Rat, wie man sich an das zusammen leben gewöhnen kann? Und sich trotzdem seine Rückzugsmöglichkeiten schaffen? Denn eigentlich war es genau das, was ich wollte ???? und im Haus selbst gefällt es mir inzwischen auch.

Kommentare

  • Obwohl ich meinen Partner schon Jahre kenne, weiß ich, dass derzeit kein geeigneter Zeitpunkt für ein Zusammenziehen ins Haus meines Partners besteht. Das hat allerdings mit meiner eigenen Situation zu tun, in der es gerade viele Verantwortlichkeiten gibt, welche die Ruhe beim gemeinsamen Planen und Einrichten einfach nicht zulassen.
    Ich denke, viele hier würden auch meinen, dass es auch in einem gemeinsamen Haus Plätzchen geben muss, an denen man einfach für sich sein können muss. Eventuell auch ein eigenes Zimmer nur für sich und seine Bedüfnisse, nach dem eigenen Geschmack eingerichtet usw.
    Ich selbst halte mich nicht für so flexibel, fix umzuziehen - ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich nicht nur am Lande leben kann ... weshalb ich mir meine eigenen vier Wände wohl noch lange behalten würde ...

    Alles Gute Dir! Liebe Grüße!
  • Danke für die lieben Worte. Dass du an deinen eigenen 4 Wänden festhältst, kann ich sehr gut verstehen. Und dein Partner drängt nicht auf ein zusammen ziehen?
    Das schlimme bei mir ist, dass ich ja praktisch den ganzen Tag das Haus für mich habe. Also mehr als genug Zeit für mich. Es wird nur durch das permanente zweifeln zunichte gemacht. Meine eigene Wohnung habe ich auch immer noch nicht gekündigt. Aber ich möchte dort auch gar nicht mehr sein. Ich möchte das hier und jetzt genießen und kann es einfach nicht....
  • Hallo Minka,

    ich mache es kurz und und meiner Meinung nach effektiv. Zwiegespräche sollten in jeder Beziehung die Regel sein. So kannst du am besten deinem Partner mitteilen wie du dich fühlst. Denn aus deinem Text lässt du nicht erkennen, dass du überhaupt mit ihm darüber gesprochen hast.

    Gruß
    Stefan
  • Hallo Stefan, da stimme ich dir zu. Ich rede jeden Tag mit mit meinem Partner darüber. Aber wir kommen zu keiner Lösung. Für ihn ist es natürlich auch belastend, dass er mir quasi "zu viel" ist.
    Er hat auch keine Lust mehr, hier im Haus was zu machen, weil er eh damit rechnet, dass ich bald weg bin.
  • Dann frage ich mich schon ob er der richtige ist. Alternativ sind getrennte Wohnungen vielleicht doch besser?
  • @Minkasandra

    Vor was genau hast Du denn Angst, dass Du immer am zweifeln bist und nicht weiss, wie Du das alles schaffen sollst?

    Schreib einfach los, es darf gerne auch ein langer Text sein.
  • @Stefan

    Doch doch, er ist der Richtige. Ich bin die, die quer schießt. Getrennte Wohnungen, fußläufig erreichbar wären perfekt...
    Wie ist es denn bei dir?
  • @TBn

    ich habe Angst, gegen meine (introvertierte) Natur zu handeln. Ich war schon immer gerne alleine. Habe auch nie was vermisst, wenn ich abends mit meinem Hundchen auf dem Sofa saß und mit niemandem reden musste. Im Gegenteil, das war für mich pure Entspannung.
    Gleichzeitig macht es mich aber auch glücklich, wenn mein Freund abends neben mir liegt und schläft ????‍♀️
    Hast du einen Partner? Und wie macht ihr das?
  • Falscher emoji...
  • edited Juni 30
    Mein Partner hat deutlich gemacht, dass er ans Zusammenziehen denkt, weiß aber auch, dass er mich damit im Moment überfordert und dass ich lieber in beiden Welten leben möchte.
    Das respektiert er, was auch den Hintergrund hat, dass er selbst keinen Druck erleben möchte. Wir sind auch nicht mehr die Jüngsten und wissen, dass wir uns gegenseitig Freiräume zugestehen wollen. Das klappt auch sehr gut so.

    Vielleicht braucht es bei Euren Gesprächen jemanden, der vermittelt?
    Ich habe das Gefühl, dass Ihr da allein eventuell nicht weiterkommen könnt und Dein Freund schon recht frustriert ist, was ich auch nachvollziehen kann.
    Bei mir kommt an, dass Du depressiv wirkst. Das scheint mir ziemlich zentral zu sein ...
    Wenn dem so wäre, kein guter Zeitpunkt, um so große Entscheidungen zu bewältigen.
  • TBn
    edited Juni 30
    @Minkasandra

    Ich habe eine introvertierte Freundin und bin mit ihr gute 2 Jahre zusammen (wir sind zwischen 30 und 40, ich möchte eine Familie gründen). Unsere Beziehung steht kurz vor dem Aus, aber ich hoffe, dass das jetzt genug Ansporn für sie ist endlich richtig mit mir zu sprechen, denn sie hatte ursprünglich dem Zusammenziehen und Familiegründen zugestimmt. Seit Monaten bewegt sich dahingehend nichts mehr, sie hat davon offensichtlich wieder Abstand genommen.
    Sie scheut die unangenehmen Gespräche über Bezieungsprobleme sehr und teilt mir nicht mit, was sie eigentlich genau will und falls das mit Kindern klappen soll was alles noch zu machen / zu verändern ist.

    Die Beziehung wie sie momentan ist gefällt ihr sehr gut. Wir wohnen 160km voneinander entfernt und sehen uns nur an den Wochenenden und im Urlaub. Mir reicht das aber nicht mehr und jetzt stellt sich die Frage, ob sie den ursprünglichen Plan mitgehen will oder nicht. Sie ist da hin - und hergerissen, aber es ist unumgänglich, dass sie sich das überlegt und dann mit mir spricht, ich kann auch nicht ewig warten. Ich mache gerne vieles für sie, aber wenn ich nicht weiss was los ist kann ich ihr auch nicht helfen.


    Könntest Du bitte genauer ausführen, was Du damit meinst, dass Du Angst hast gegen Deine Introvertierte Natur zu handeln?
  • @TBn

    es ist sehr interessant, mal die andere Seite zu hören. Und wenn ich das lese, was du schreibst, ist mein erster Gedanke auch Unverständnis für deine Freundin. Als "normaler" Mensch würde ich dir vielleicht sogar raten, die Beziehung zu beenden.
    Jedoch erkenne ich mich in der Reaktion deiner Freundin wieder und weiß, wie schwer es für ist.. das ist natürlich ein riesen Schritt von einer Wochenendbeziehung zur Familienplanung. Vielleicht solltet ihr erst mal nur das zusammen wohnen als Ziel setzen und im Anschluss das Thema Familie, damit es nicht so viel Druck macht für sie?
    Soll sie denn dann zu dir ziehen oder du zu ihr?
    Wie du schon sagst, ihr müsst unbedingt über eure Erwartungen und Ängste sprechen. Kann sie das nicht? Vielleicht, wenn es nicht persönlich geht, per Mail?
    Vielleicht geht es ihr so, wie mir (aber das weiß ich natürlich nicht). Gegen meine introvertierte Natur zu handeln, bedeutet, einen wichtigen Teil meines Lebens aufzugeben. Nämlich die völlige Eigenständigkeit und das Gefühl, jederzeit die Tür hinter sich zu machen zu können, ohne Erklärung oder Rechtfertigung.
    Durch das zusammen wohnen, wird einem das genommen und für Intros ist das ein Teil der eigenen Persönlichkeit, die man damit aufgibt.
    Das geht eben auch nicht immer gut.
    Vielleicht wäre es für deine Freundin auch hilfreich, sich in einem solchen Forum auszutauschen. Oder hat sie eine beste Freundin o. ä, die ihr raten kann?
  • @seelenbilder

    ja,das stimmt. Das ständige grübeln pro/kontra zusammen wohnen, hat schon leicht depressive Züge, klar.
    Eigentlich möchte ich einfach nur genießen.
    Da ich meinen Partner aber sehr liebe und er mich, will ich eine Lösung finden. Es ist allerdings auf Dauer etwas feige, dass ich meine Wohnung nicht kündige und mich ganz auf das Abenteuer einlasse,finde ich.
    Wohnt ihr denn so nah beieinander, dass ihr euch oft seht oder ist das eher eine Wochenendbeziehung?
    Die jüngsten sind wir auch nicht mehr. Ende 40 bzw. Anfang 50.
  • Hallo Minkasandra,
    wer will das nicht, seine Beziehung genießen? Eigentlich wollen wir das doch alle, aber wir haben unterschiedliche Zugänge dazu, WIE wir das erreichen KÖNNEN.
    Ich weiß nicht, ob ich es unbedingt feige nennen möchte, die eigene Wohnung nicht aufzugeben: Eher beschreibend, wie sehr wir uns oft in Widersprüchlichkeiten befinden, vielleicht auch länger brauchen, um abzuwiegen. Wer das nicht von sich selbst kennt, wird Schwierigkeiten haben, diese Vorsicht zu verstehen. Eine Vorsicht, die bei vielen auch von Erfahrungen kommt, von Prägungen - bei mir aus dem eigenen Elternhaus. Dieses habe ich als äußerst negativ erlebt.

    Ich sehe, wir sind im gleichen Alter. Da ist man oft auch nicht mehr hurtig entschlossen.
    Wir führen eine Wochenendbeziehung - und darin sehe ich auch einen Anteil meines persönlichen Zögerns.

    Eine Lösung finden wollen, das ist ein guter Ansatz. Ich habe dazu einen ganz tollen Tipp bekommen von jemandem, den wir beide respektieren.
    Dieser Hinweis hat jedenfalls GENAU das thematisiert, was ich innerlich gespürt habe, nämlich eine für mich verträgliche, also "step-by-step-Lösung". Nicht gleich "aufs Ganze" gehen wollen. Bedeutet, den Wohnraum langsam gestalten - und auf keinen Fall gleich total zusammenziehen. Genau so fühlt es sich stimmiger für mich an.
    Wobei ich ehrlich bin, derzeit wäre auch diese langsame Lösung nicht umsetzbar, da ich im Moment ganz andere Themen zu bewältigen habe - und das versteht mein Partner auch. Er ist live dabei und sieht, wie bewegt mein Leben derzeit ist.

    Uns drängt nichts. Gar nichts. Und das ist gut so!
  • @Minkasandra

    Es war schon so geplant, dass wir erstmal zusammenzeihen und schauen, ob wir dann noch miteinander auskommen. Gesetzt dem Fall, dass wir gut harmonieren sollte dann nach einer Weile das mit der Familienplanung in Angriff genommen werden. Es ist mir bewusst, dass das schwer für sie ist und ich lasse ihr da die Freiräume wo immer es geht.

    Da sie hier in Deutschland keine Familie hat haben wir einvernehmlich entschieden bei mir in der Gegend eine Wohnung zu suchen, es hat sich aber herausgestellt, dass es hier keinen Job für sie gibt, der auch nur halbwegs anständig bezahlt wird. Der letzte Stand war, dass wir entweder etwas in der Mitte suchen, was fahrerisch für uns beide annehmbar wäre, oder dass ich zu ihr ziehe. Jobmäßig sah es da beim ersten Suchlauf nicht toll aus, aber die Maschinenbau-Jobs sind da bestimmt auch so versteckt wie bei mir in der Gegend.

    Meine Freundin hat aufgrund ihrer Introvertiertheit keine Freundin in ihrem Alter und soweit sich mir das darstellt ansonsten auch nur wenige eher lose Freundschaften. Sie hat sich da aus gegebenen Anlass nur Menschen gewählt mit denen sie keine Probleme hat. Mir scheint aber, dass sie da in letzter Zeit sicherer geworden ist und mich würde es nicht überraschen, wenn sie bald Freundschaften zu Gleichaltrigen knüpft.
    Danke für den Tipp mit der E-Mail, das ist noch eine gute Option, falls es persönlich doch nicht klappen sollte.


    Jetzt wieder zu Dir.

    "Nämlich die völlige Eigenständigkeit und das Gefühl, jederzeit die Tür hinter sich zu machen zu können, ohne Erklärung oder Rechtfertigung.
    Durch das zusammen wohnen, wird einem das genommen und für Intros ist das ein Teil der eigenen Persönlichkeit, die man damit aufgibt."

    Das kenne ich nur zu gut, ich habe auch immer versucht alles alleine hinzubekommen und die Hilfe anderer Menschen tunlichst zu vermeiden, aber weisst Du was? Das ist viel anstrengender als sich hin und wieder helfen zu lassen und man nimmt den Anderen auch die Möglichkeit eine Verbindung aufzubauen (auch wenn sie nur lose ist). Es handelt sich da meistens auch nur um Kleinigkeiten, die nicht viel Aufwand bedeuten. Ich zum Beispiel freue mich immer, wenn ich anderen Menschen nützlich sein kann. Als Mann bin ich da wohl sowieso mehr der Typ dafür Lösungen für Probleme zu finden, auch im Job mache ich den ganzen Tag nichts anderes (und es gefällt mir). Meine Freundin hat mich am Anfang auch nichts helfen lassen und nach einer Weile habe ich mich dann schon gefragt, was ich eigentlich bei ihr mache. Ich bin richtig unglücklich geworden weil ich unnütz war.

    Was das "Tür hinter sich zumachen ohne Erklärung" angeht muss ich sagen, dass ich damit keine Probleme hätte, wenn meine Freundin sagst sie baucht jetzt mal eine Weile Freiraum und sich dann in ein Zimmer zurückzieht oder das Haus verlässt. Man muss generell nicht den ganzen Tag aufeinander hocken und das Einzige das ich als ihr Partner wissen muss ist, dass alles in Ordnung ist und sie einfach nur Freiraum braucht, denn sonst grüble ich unweigerlich, was es für ein Problem geben könnte und belaste mich damit unnötig. Die Rahmenbedingungen dazu kann man ja einfach mal besprechen, das Ganze ausprobieren und dann nachträglich Anpassungen vornehmen. Wenn meine Freundin z.B. mehrere Stunden weg bleiben würde fände ich es gut, wenn Sie mich über den groben Zeitplan informiert hält, soweit sie da Angaben dazu machen kann. Wenn sie vormittags loszeiht und dann die Nachricht kommt, dass sie wohl erst gegen Abend wiederkommt weiss ich, dass ich genug Zeit habe etwas am Auto zu basteln. Das sind dann auch so Gelegenheiten für mich, wo ich dann größere Sachen anfangen kann. Ihr könnt Euch ja dahingehend einfach mal einen Rahmen abstecken und dann sagen wir setzen uns in einem Monat wieder zusammen und beurteilen wie es läuft und was verbessert werden kann.



    Ich habe zum Abschluss noch eine Frage an Dich, die mit diesem Thema nicht wirklich etwas zu tun hat und würde mich freuen, wenn Du da Deine Sichtweise teilst:

    Sagen wir Du und Dein Partner üben einen Sport oder ein Hobby aus, in dem er besser ist und Du Dich aber generell auch noch verbessern willst. Nimmst Du dann die Tipps von Deinem Partner voll an, oder willst Du diese Tipps lieber von jemand anderem? Falls Du sie lieber von jemand anderem willst, warum nicht von Deinem Partner?
  • edited Juli 8
    Das Thema hatte ich damals auch schon durch. Es war sozusagen mein erster Umzug zu jemanden. Er wollte das ich zu ihm ziehe, ich zögerte aber am Anfang. Mein zögern war aber sicher auch berechtigt. Erst wenn man zusammen wohnt, merkt man, ob man überhaupt zusammen passt. Und das war bei uns leider nicht der Fall

    Es ist aber auch im Alter nicht mehr so einfach, sein gewohntes aufzugeben. Man hat seinen eigenen Trott und plötzlich ist da jemand, der mit bestimmt oder sich einmischt. Damals gings bei uns ums putzen. Er war nicht so ordentlich und sauber wie ich. Ich regte mich auf weil er nix tut und er auch mal mit putzen könnte. Dann lief er weg, wollte das nicht hören. Und er regte sich aber später auch auf wegen Kleinigkeiten, zb Wasserflecken auf dem Boden, die ich nicht mit Absicht tat. Oder wenn ich mal ein paar Minuten zu spät kam.

    Wir redeten zwar aber ordentlicher oder verständnisvoller wurde er auch nicht. Eher das Gegenteil. Wahrscheinlich war er zu stur um sich zu ändern. Ich habe noch seinen Satz im Kopf als wir uns kennenlernten. "ich würde mich niemals für eine Frau ändern". Super. Lol.

    Auch er wollte eine Familie gründen, die er aber bis heute nicht hat. Ich wollte mit ihm keine Familie gründen, weil er auch Probleme mit Alkohol hatte, er sah darin kein Problem, aber ich schon und auch damals Außenstehende. Er war anscheinend auch einer der nie Hilfe annehmen konnte. Ich bin bis zu einem gewissen Grad auch so, weil ich es alleine so gewohnt bin, aber ich lasse mir jetzt auch helfen. Es ist nur die Gewohnheit. Früher konnte ich es auch nie wirklich.

    Wenn jemand mit sich solche Probleme hat, dann fällt das zuerst nicht auf, wenn man alleine wohnt. Später aber lasten die Probleme, die der Partner nicht mehr versteckem kann, irgendwann auch noch auf den anderen. Dazu kommen noch die anderen Probleme, die eigentlich gar keine richtigen sind und dann schaukelt es sich deswegen alles hoch bis es explodiert. Das passiert auch, wenn man nicht genug miteinander redet. Oder beide zu unterschiedlich sind.

    Ich bin auch erstmal gegen eine gemeinsame Wohnung. Ich lebe lieber alleine, als mit jemanden zusammen. Oder man wohnt eben im gleichen Haus. Das wäre doch auch eine Option. Mit Kindern ist es evtl schwierig, aber warum nicht. Es muss nicht heißen das es auf die Kinder abfärbt. Meine Eltern wohnen schon seit ihrer Jugendzeit zusammen.... ;) und wenn Kinder sich aussuchen können wo sie schlafen wollen ist ja auch aufregender als immer das gleiche Zimmer zu haben :)

    Wenn beide sich miteinander einig sind, dann sollte man sich auf jeden Fall eine gemeinsame Wohnung suchen, aber nicht bei dem anderen einziehen. Und wenn es nur einer möchte, dann muss man es entweder akzeptieren oder geht seinen Weg ohne den anderen weiter, wenn die Familienplanung mit gemeinsamer Wohnung so wichtig ist.






  • @Seelenbilder

    Sorry für die lange Dauer bis zur Antwort.
    Darf ich fragen, was dich zur Zeit so beschäftigt?
  • @TBn
    Sorry für die späte Antwort. Hier ist inzwischen ziemlich Land unter :-(
    Wie seid ihr denn weiter gekommen mit dem Projekt zusammen ziehen? Das würde mich wirklich interessieren. Ich hoffe, es gibt Gutes zu berichten.
    Die Frage mit dem Hobby ist tatsächlich gar nicht so einfach zu beantworten....
    Zuerst dachte ich "ja klar würde ich mir von meinem Partner Tipps holen, wenn er auf dem Gebiet erfolgreicher oder weiter ist, als ich!
    Dann aber stelle ich es mir gleichzeitig auch nervig vor, wenn er ungefragt Tipps geben würde.... je nach Laune käme das etwas oberlehrerhaft bei mir an, fürchte ich.
    Um welches Hobby geht es denn bei dir?
  • @Minkasandra,
    bei mir ist zurzeit die berufliche Neuorientierung im Fokus und ich schätze mich glücklich, dabei partnerschaftlich unterstützt zu werden.
    Zudem mache ich mich jetzt daran, mich von Themen abzugrenzen, wo ich das Gefühl habe, dass sich bestimmte Menschen sehr auf meine Ressourcen verlassen haben.
  • Hallo @Minkasandra, schön von Dir zu hören und ich hoffe, dass sich Deine Probleme alsbald auflösen.

    Beziehungstechnisch gibt es nichts Gutes zu berichten, ich habe mich von ihr getrennt und wir haben die Beziehung auf "befreundet+" zurückgestuft. Der Sex ist gut und macht ihr auch großen Spaß und da ich im Moment wegen wichtiger privater Projekte noch nicht auf der Suche nach einer neuen Partnerin bin kommt mir das gelegen. Sollte sich eine Gelegenheit ergeben, will ich die sofort wahrnehmen können.
    Es hat sich herausgestellt, dass die doch keine Kinder will und der Kinderwunsch auch nach 2 Jahren Beziehung nicht aufkam. Glücklicherweise ist das vor dem Zusammenziehen klar geworden und es hat uns beiden erheblich Resourcen gespart. Schön war die Trennung natürlich nicht, aber besser so als anders.

    Ich bin bezüglich ihr endlich zu einer Erkenntnis gelangt, die Sinn ergibt. Sie ist einfach ein Mensch, der im Moment lebt und nimmt, was die Umgebung an kurzweiligem Zeitvertreib so hergibt. Sie nimmt (gezwungenermaßen) Rücksicht auf mich und Andere, aber eigentlich hat für sie ihr eigener Spaß Vorrang. Die Anzeichen waren dafür lange da, ich habe es aber auch erst jetzt kapiert, lustigerweise nachdem es beim Sex zu etwas kam, was ich nicht für möglich gehalten hätte und einer anschließenden Nachfrage von mir zjm Thema. Wir haben also in dem neuen Bereich etwas angefangen und ich habe dann ein paar Tage später bei einem Telefonat gefragt, ob sie denn irgendwelche Wünsche bei dem Thema hätte. 0, nichts, nada, sie hat nicht einmal einen einzigen Gedanken daran verschwendet, außer, dass es ihr saumäßig Spaß gemacht hat. Da ist es mir dann klar geworden, dass sie wie überall einfach nur die kurzweilige Situation lebt.
    Jetzt wo das klar ist, ist das für mich okay, ich habe sowieso großes Interesse in dem Bereich Erfahrungen zu sammeln und da sie ständig den Drang nach etwas Neuem hat passt das hervorragend. Win-Win.


    Was mein Hobby angeht:
    Ich bin Sportschütze und schieße hauptsächlich mit der Luftpistole und der Kleinkaliberpistole. Da bin ich recht gut und sie wäre das auch gerne, jedoch fehlen ihr da nunmal einige Jahre Training und der Mut kontinuierlich Erkenntnisfragen an andere Schützen zu richten ( da lernt man viel!). Ich habe ihr geholfen so gut es ging, aber sie lehnt meine Ansichten und Tips immer wieder ab und weiß es besser. Wenn es ihr dann Andere sagen macht sie's. Sie will halt schnell besser werden, müsste da aber entsprechend schnell und viel von mir lernen. Es kann gut sein, dass ihr das zu Oberlehrerhaft war. Da kann ich nur verlieren... :D
    Long Story short: Sie will lieber ihr eigenes Ding durchzeihen und komplett unabhängig sein. Das ist auch okay, ich ärgere mich nur ein Wenig über mich selbst, dass ich das erst so spät geschnallt habe.
    Wie dem auch sein, ich habe viel gelernt und freue mich auf die nächste Beziehung. :)
  • @TBn

    uiuiui das sind ja Neuigkeiten......
    Und du hast dich letztendlich von ihr getrennt, weil keine Gefühle mehr da waren oder weil die Lebensentwürfe so unterschiedlich sind?
    Okay Freundschaft+ würde mir schwer fallen, wenn ich noch verliebt wäre. Aber wenn ihr beide happy damit seid, ist das, wie du schon schreibst, eine win-win Situation.
    Ich bin da immer radikal. Wenn ich was beende, dann ganz. Potentielle Affären laufen genug rum :-)
    Aber auf jeden Fall seeeeehr gut, dass ihr das alles vor dem zusammen ziehen herausgefunden und geklärt habt.
    So, wie du sie beschreibst, kommt sie mir gar nicht so introvertiert vor... wenn sie quasi jeden fun mit nimmt, der sich ihr bietet..... oder täusche ich mich?
    Wobei ich auch Phasen hatte mit jedem Wochenende Party oder Typen abschleppen. Das wäre mir inzwischen viel zu anstrengend ;-)
    Und ihr betreibt aber noch zusammen das Sport schießen? Ist sie durch dich daran gekommen?
    Ehrlicherweise muss ich zugeben, ich würde auch eher Tipps von anderen annehmen, als von meinem Freund. Total beknackt eigentlich....
    Freue mich, wieder von Dir zu lesen.
  • @Minkasandra

    Ich habe mich von ihr getrennt, weil unsere langfristigen Pläne nicht zusammenpassen und seit Kurzem ist mir wie gesagt auch klar geworden, dass sie einfach nicht so für andere Menschen interessiert, selbst wenn es der Partner ist. Am WE war sie da und hat nach einem Spaziergang mit der Frau meines Bruders (sind vor einem Monat Eltern geworden) überlegt, ob ein Kind vielleicht doch machbar wäre. Nun ist da aber noch diese andere Sache mit dem Interesse an anderen Menschen und dem Drang ständig etwas Neues zu erleben. Das schließt sich meiner Meinung nach aus. Naja, auf jeden Fall hat sie sich dazu entschlossen etwas für uns zu kochen und irgendwie dabei vergessen, dass ich nunmal kein Freund von übermäßig hohem Gemüseanteil bin. Das Essen ist halt nicht der Hit gewesen, den sie sich erhofft hat, allerdings hätte sie auch einfach fragen können oder einfach einsehen, dass wenn man ins Blaue probiert es auch Mal daneben gehen kann.

    Das mit der Freundschaft+ habe ich vorgeschlagen (und sie erfreut eingewilligt), da ich momentan Wichtiges zu erledigen habe, aber gleichzeitig Möglichkeiten wahrnehmen können will. Für sie hat sich im Prinzip nichts geändert und hat etwas länger etwas von mir und ich muss ich nicht dringend um Ersatz kümmern. Ich finde das ok.

    Was sie angeht bin ich mir nicht sicher. Ich dachte eigentlich, dass sie introvertiert ist, vielleicht ist sie einfach nur im sozialen Bereich ziemlich schlecht.

    In den Verein ist sie über einen Stand bei einem Stadtfest gekommen. Sie hat sich gleich mitgenommen gefühlt und ist deshalb eingetreten und später mir in die Hände gefallen.

    Und was ist bei Dir so los?
  • @TBn

    Das klingt ja doch schon noch bisschen nach Beziehung, wenn sie auch deinen Bruder und dessen Frau trifft. Und das Wochenende bei dir verbringt :-)
    Vielleicht tut es euch beiden sogar gut, dass der Druck jetzt raus ist. Wirkt auf jeden Fall so.
    Hmhmhm und dann hat sie, nachdem sie das Baby gesehen hat, laut darüber nachgedacht, ob sie das nicht doch wollen würde?
    Du schätzt sie sicher richtig ein. Es gibt ja viele Menschen, die in erster Linie an sich und ihr Vergnügen denken und weniger an die Freunde Familie oder Partner.
    Ehrlich gesagt, war ich früher auch so. Immer wieder was Neues, spannendes, war viel interessanter, als Freundschaften oder gar Beziehungen pflegen. Das hat sich aber komplett gedreht...
    Tja hier ist halt nach wie vor die Situation, dass ich mich nur als Gast fühle im Haus meines Freundes. Es ist einfach - noch nicht - mein Zuhause. Und darüber grüble ich viiiiiiiiiiiel nach :-( das liegt aber auch daran, dass ich immer selbstständig war und auf niemanden angewiesen. Ich hatte auch die letzten 20 Jahre immer meine Wohnung, trotz Beziehung oder was man so Beziehung nennt.
    Das los zu lassen, gelingt mir einfach nicht.

    Was hast du denn wichtiges zu erledigen zur Zeit? Beruflich oder privat? Wenn die Frage nicht zu neugierig ist....
  • @TBn

    Ups,ich habe mir irgendwie versehentlich 2 Profile angelegt. Immer noch Minkasandra :-)
  • @Minkasandra

    Ich nehme auch an, dass meine Exfreundin irgendwann die Vorzüge von Freundschaften erkennt, auch wenn die Pflege eben jener gerade am Anfang mühseelig ist. Nun will ich aber nicht hoffen, dass das überhaupt klappt, dann noch in der nächsten Zeit und sie sich tatsächlich für Kinder entscheidet. Das ist mir zu unsicher, denn auch wenn ich ein Mann bin, will ich nicht ewig warten, ich werde schließlich auch nicht jünger.

    Was das Gastgefühl in der Wohnung Deines Freundes angeht klingt mir das so, als wolltest Du Deine Selbstständigkeit nicht aufgeben. Von der Beziehung her kenne ich das nicht, aber aus dem Privatleben schon. Ich habe früher alles alleine gemacht, was allerdings auch mit meinen Lebensumständen in der Kindheit zu tun hatte. Erst vor wenigen Jahren habe ich mich überwinden können Andere um Hilfe zu bitten und ich habe mich san Anfang sehr schwach dabei gefühlt. Mit der Zeit ist aber klar geworden, dass es einfach ein Geben und Nehmen ist und man auf verschiedenste Weisen zurückgeben kann. Meiner Ex musste ich auch erst sagen, dass es mich freut, wenn ich etwas für sie tun kann. Es ist ja nicht so, dass man sich da in eine Abhängigkeit begibt, es ist eine Partnerschaft zum Wohle beider.

    Mein Projekt ist ein sogenanntes "Recoil-System" für ein Computerspiel. Es simuliert den optischen Teil des Rückstoßes einer Schusswaffe beim schießen. Ich bastle eine einfache Version und möchte diese verkaufen, um auszuprobieren wie das funktioniert und was da noch so alles dranhängt.
    Da ich aber keine Programmiersprache beherrsche bleibt mir nur mich per Hilfsprogramm durchzukämpfen und die auftretenden Probleme Stück für Stück wegzuknabbern. Ich muss da auch kontinuierlich dranbleiben, sonst vergesse ich nach kurzer Zeit was eigentlich noch zu tun ist und was wo und wann passiert. Während der Beziehung ist das weitestgehend liegengeblieben und ich will jetzt die Chance nutzen und das vor der nächsten fertigbekommen.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend :)
  • @TBn

    Wie alt bist du denn?

    Das klingt spannend, dein Projekt! Wie bist du auf die Idee gekommen?
    Hast du beruflich auch damit zu tun oder ist das völlig was Neues?
    Kann mir vorstellen, dass man sich da so richtig rein denken muss und mit beschäftigen. So 10 min werden nix bringen...

  • Ich bin 38 Jahre alt und das Projekt kam eigentlich bei dem Versuch auf einen kleinen Shooter zu bauen. Vor ein paar Jahren war ich in meiner Freizeit bei einem Spiel über 2 Jahre lang Betatester und habe die Beta-Test vorbereitet und beaufsichtigt. Am Ende war das Spiel nicht erfolgreich und würde eingestampft, interessant war's aber allemal. Das hat mich angefixt und dazu bewogen selbst einen einfachen Shooter zu basteln. Ich beherrsche zwar keine Programmiersprache, aber mit Visual-Scripting (Unreal Engine 4 sei Dank) kann man da auch schon einiges machen.
    Für mein Spiel musste ich ein solches Recoil-System bauen, weil darüber nichts im Internet zu finden war und ich es für mein Probier-Projekt auch nicht kaufen wollte. Da ich für mein Spiel nicht genug Freizeit habe, ist es die letzten 2 Jahre nahezu unverändert geblieben und ich habe mir dann überlegt eine einfachere Version dieses Recoil-Systems herzustellen, um es verkaufen zu können. Das frisst auch nicht so viel Zeit wie das ganze Spiel. Vor kurzem ist mir ein erheblicher Mangel aufgefallen, den ich gerade mühselig behebe. Ein Programmierer würde mit den Augen rollen und das kurz fixen, ich bin aber Maschinenbauer, deshalb dauert das deutlich länger und zieht sich über Wochen.

    Wenn das mit dem Verkaufen funktioniert habe ich vor noch ein paar andere Digitale Assets herzustellen, wenn das Geld reicht bezahle ich damit evtl. einen Programmierer, der mein Spiel nach meinen Wünschen baut. :D
  • Klingt, als hättest du eine Menge Spaß, daran zu arbeiten, es zu verbessern und weiter zu kommen :-)
    Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man einmal davor sitzt, Raum und Zeit vergisst.
    Na, vielleicht gibt es das Spiel ja irgendwann und ich kaufe es. Wobei ich komischerweise damit gar nichts zu tun habe.
    Meine Zeit geht immer schon für so viel andere - sinnlose - Dinge drauf. Stundenlang im Internet surfen, weil mich was interessiert und ich dann immer tiefer in die Materie einsteige z. B.
    Wie war das Wochenende? Hattest du wieder Besuch von der Ex/nicht Ex?
  • @Minkasanda
    Als Spaß würde ich es nicht bezeichnen, es ist mehr wie eine vielversprechende Möglichkeit ein 2. finanzielles Standbein aufzubauen (im Idealfall wäre es genug um nicht mehr arbeiten zu müssen ;) ), allerdings ist es super ätzend, wenn ich wieder an einem blöden kleinen Problem festhänge und ich da über eine Woche brauche, bis ich es lösen kann. Es kommt beim Programmieren ein Problem nach dem anderen, das gelöst werden will. Manchmal ist das dann schon grenzwertig, aber bis jetzt habe ich mich durchgebissen, trotz längerer Zwangspausen, die nicht hilfreich sind. Ich hatte am WE etwas Zeit und ich bin vorsichtig optimistisch, dass der grobe Aufbau jetzt passt und nur noch einen Feinschliff braucht. Eigentlich hatte ich vor das Ding diese Woche technisch einwandfrei fertig zu machen, aber die Woche füllt sich gerade mit anderen Sachen...
    Die Zeit vergesse ich am PC eigentlich nicht, höchstens mich selbst, wenn mir der Mist wieder gewaltig gegen den Strich geht xD.

    Das mit dem Zeit verplempern kenne ich nur zu gut. Auf YT gibt's ne Menge interessanter Sachen, da sitze ich auch zu viel davor. Ich mach das gerne beim Essen und dann sitze ich leider zu lange davor.

    Mein Wochenende war ruhig und arbeitsreich. Ich konnte alles erledigen, das ich mir vorgenommen hatte und da habe ich mich sehr darüber gefreut. Meine Ex war nicht da, weil die Kommunikation diese Woche nicht geklappt hat. Mir war nicht klar, dass ich zu ihr hätte fahren müssen und ich nahm fälschlicherweise an, dass sie zu mir kommt. Als es dann am Freitag Vormittag klar wurde, hatte ich nicht mehr genug Zeit alles umzudisponieren und darum ist es dieses Mal halt ausgefallen. Sie war über diesen Umstand etwas unerfreut, aber da habe ich nunmal nicht alles für sie stehen und liegen lassen. Wenn wir noch zusammen wären, hätte ich ein paar Sachen weggelassen und es passend gemacht, aber da wir nicht mehr zusammen sind, muss sie sich auch bewegen, wenn sie mich sehen will.

    Wie sieht es eigentlich bei Dir und Deinem Freund aus? Gibt es an Deiner Front Fortschritte, über die Du berichten kannst?
  • @TBn

    Ooh sorry, da habe ich deine Arbeit an dem Spiel falsch eingeschätzt...
    Ich dachte, das sei aus einer Spielerei oder als Hobby entstanden.
    Klar, wenn es dir vielleicht deine berufliche bzw. finanzielle Zukunft sichern soll, sitzt man nicht mehr aus Spaß an so einem Projekt.
    Aber gut, dass du weiter gekommen bist!
    Und ganz klar erkenne ich mich wieder, wenn etwas nicht so klappt, wie es soll. Da werde ich richtig aggressiv und raste aus. Hinterher ist mir das dann peinlich, wenn es vor anderen passiert, aber in dem Moment... Ggggrrrrrr!

    Sehe ich genauso, dass deine Ex sich nicht ausruhen kann und weiter vollen Einsatz von dir zu erwarten hat. Auch, wenn es schade ist, dass man sich dann nicht sieht. Aber irgendwann ist das ja eh vorbei. Oder man kommt wieder zusammen, wer weiß.

    Hier ist die Situation immer noch extrem angespannt, leider. Es wäre ein leichtes, einfach zurück in meine Wohnung zu gehen und mein altes Leben wieder aufzunehmen. Oft sehne ich mich auch danach. Aber mein Freund ist es wert, dass ich irgendwie weiter mache. Nur habe ich noch keine Lösung für das "wie" gefunden :-( das Haus ist mir immer noch fremd, das zusammen leben stresst mich ungemein. Ich versuche dann immer mir ein Beispiel an anderen Paaren zu nehmen, die locker und entspannt zusammen leben. Aber irgendwas tickt bei mir anders...

    Einen schönen Nachmittag wünsche ich dir,
    Liebe Grüße
  • @Minkasandra

    Es ist schon richtig, dass das als Hobby entstanden ist, nach einer Weile habe ich dann bemerkt, dass es ganz nett wäre, wenn ich sowas wie ein Recoil-System so wie andere Assets im Shop einfach zukaufen könnte. Da habe ich dann eben den Versuch gestartet mit dem Ziel die ersten Schritte in dem Bereich zu gehen und etwas Geld damit zu verdienen. Ich bin auf das Geld nicht angewiesen, daher könnte ich es jederzeit einstampfen, von daher passt das schon.

    Das mit dem ausrasten von Anderen macht mir nichts. Es ist selten und wenn, dann habe ich allen Grund dazu. Meistens kommt mir das auch gelegen, dass den Kollegen wieder klar wird, dass ich so richtig aus der Haut fahren kann. Der liebe, nette und hilfsbereite Tobi kann auch ganz anders.
    Ich habe vor einigen Monaten mit einer Baugruppe gekämpft, die war einfach besonders mies konstruiert. Dann hat's mich so genervt, dass ich mit voller Wucht mit dem Hammer auf die Werkbank geschlagen habe (Werkbank aus Hart-Holz mit Gummimatte drauf, kann nix kaputt gehen). Ein riesen Batscher im kompletten Montagebereich und Lager zu hören. Sofort überall Ruhe, Maschinen stoppen, die Gespräche eingestellt, alles schaut mit großen Augen zu mir. Das war so ein Bißchen wie bei "Ab durch die Hecke" als das Eichhörnchen vom Energiedring trinkt. Ein Kollege stand neben mir und wollte eigentlich etwas fragen, der dreht sich erschreckt um und geht. Der Meister schaut auch her, dreht sich dann aber auch um und verschwindet im Büro. Eine andere Bürotür direkt neben mir geht auf, Kollegin macht einen Schritt raus, sieht mich, dreht um, Tür geht wieder zu. Produktionsleiter kommt und bleibt neben meiner Werkbank stehen und schaut mich an. Ich: "Jetzt bloß nix falsches sagen". Er macht den Mund auf, hat sich dann aber entschieden doch lieber nichts zu sagen und geht wieder. Hui, da hat die ganze Mannschaft aber mal die Ohren angelegt, da kam nicht ein dummer Spruch dazu.
    Habe dann den Kollegen mit der Frage hergerufen, der wollte zuerst gar nicht kommen und danach dieses Verbrechen von einer Konstuktion fertigmontiert, bin ja schließlich nicht auf der Wurstbrühe dahergeschwommen. :D


    Zu Dir:

    Es ist wichtig zu erkennen, dass sein Haus auch automatisch zum Teil Dein Haus geworden ist, als Du eingezogen bist. Nicht was das Eigentum angeht, aber dahingehend wie der Laden läuft und wie die Dinge gehandhabt werden. Ihr lebt dort nicht als Eigentümer und Schmuckstück, sondern als Team. Ich bin mir sicher er will es ehrlich mit Dir teilen und würde sich riesig freuen, wenn Du es als Dein Zuhause annimmst. Das bedeutet ja nicht, dass Du da in Knechtschaft fällst. Es ist ein Geschenk über das Du Dich am besten freust und Dich auf anderem Wege erkenntlich zeigst.
    Wenn Dein Freund so tickt wie ich wird es ihm weitgehend egal sein wie die Wohnung gestaltet ist, solange die Wände nicht schreiend Pink werden und er noch seine "Nutzungsflächen" hat, die er für ein reibungsloses Agieren so braucht. Du sollst Dich dort ja wohlfühlen und es ist bestimmt auch gewünscht, dass Du Dich einrichtest, so wie Du es brauchst, es zu Deinem Heim machst.
  • edited August 18
    @Mikasandra

    Ein Freund meint immer "Beziehung ist Sex mit Kompromissen". Das ist vielleicht eine lahme Einleitung dafür was jetzt kommt, und gänzlich unromantisch (sorry "one and only soul mate")..

    Ich denke Zusammenziehen ist auch hauptsächlich Kompromisse und ich persönlich würde und könnte mich nie wohlfühlen ohne bestimmte Dinge; ich weiß genau, und das war auch immer so; ich brauche / bräuchte einen eigenen Raum nur für mich für Training und Meditation, eventuell zum Lesen, wo keiner rein darf oder soll. Ohne dem kann Göttin Josephine aus dem perlendem goldenen Zuckerwatte-sonst-was-Wagen angedonnert kommen und ich würde auf die Dauer nur Verachtung empfinden. Weil mich keiner komplett machen kann und ich mich selbst brauche und ich wüsste auch nicht woher das andere kommt (schön, wenn es das gibt; gibt es das? ich kenne niemanden und Romeo und Julia und die Verschmelzung und die Selbstaufgabe sind Märchen). Ich denke solche Dinge muss man pragmatisch lösen und es wie eine Geschäftsbeziehung sehen: was braucht es, damit beide Geschäfte laufen und zusammen arbeiten können.

    Ich habe jetzt nicht über den ganzen Thread gelesen, aber hast du dir darüber vielleicht schon Gedanken gemacht, was du brauchst und einfordern kannst / sollst/ musst?

    Meine Schwester und ihr Mann (jetzt um die 30, seit der Jugend zusammen) haben das auch so; der Keller ist nur für ihn, mit Playstation und Couch und halt so Klassiker. Sein eigener Kühlschrank.. (der ist übrigens SUPER introvertiert und zuckersüß - bin froh für meine Schwester!)

    Wenn du nen schwarzen Raum mit Schlüssel brauchst wo du jeden Tag 4 Stunden drinnen sitzen magst alleine im Dunkeln, ohne Zugang von außen, schallabgedichtet, wo du furzen und schreien kannst und träumen.. so what.

    Wenn du das brauchst, 3 Tage die Woche, dein eigener Raum, mit Hundi und Couch, hey. Dann kuschelst halt 4 Tage dann mit ihm auf der anderen couch oder whatever. Wenn er dich will und liebt, dann so, wie du bist. Ein Kompromiss kann nicht die gänzliche Aufgabe der Dinge sein die man liebt und braucht; ich persönlich würde wie gesagt die größte Liebe abschießen, wenn diese Dinge nicht gegeben sind. Und was ich unter Liebe verstehe ist auch das Nähren all dieser Dinge und Wünsche; was ganz einfaches, nichts kompliziertes.

    Ich hatte auch mit 2 Ex-Freundinnen das "Problem", dass ich einmal im Jahr gerne für 10 Tage ins Kloster ging nur für mich in Stille; ich habe das dann tatsächlich 2 mal nicht gemacht und diesen "Raum" für mich aufgegeben (wegen der Ex) und ich muss sagen im Nachhinein ist das ein Beziehungskiller und die Dinge nicht zu nähren die man braucht ist nicht Beziehung und ich kann mir kaum vorstellen dass es irgendetwas gibt was deinem Freund so zu wider laufen würde dass er sie dir nicht von Herzen gönnt.

    Der dunkle Pups-Raum zum schreien und Träumen war natürlich nur eine übertriebene Metapher um die Möglichkeiten auszumerzen... ^^
  • Aus gegebenen Anlass: wenn ihr zusammen zieht dann macht euch eine Liste was ihr mit ins Haus / Wohnung mitbringt. Wenn es später nicht funktioniert könnt ihr alles einfacher wieder zurück sortieren. Mein Rückzugsort ist gerade das Wohnmobil.
  • @Lorchi

    bist du in der Situation, dass es nicht klappt und ihr schon alles aufteilt?
    Das Wohnmobil ist ein prima Rückzugsort, finde ich. Ich hoffe, du genießt es.
    Meine wenigen Sachen, die ich hier habe, bekomme ich hoffentlich auch wieder zurück. Das wichtigste ist mein Hund, den ich über alles liebe und schon lange vor meinem Freund hatte. Wenn er den irgendwie für sich behalten würde, wäre das mein Ende.
  • @TBn

    Danke danke für deine weisen Worte!
    Das hat mir sehr gut getan, wie du das zusammen leben beschrieben hast. Ich denke auch, mein Freund würde mir freie Hand beim Planen und Gestalten lassen. Anfangs hatte ich auch noch ganz viel vor, hier zu machen. Aber das ist, vor lauter Zweifel und Grübeln, abhanden gekommen...

    Dein Wutanfall auf der Arbeit hat mich köstlich amüsiert :-)))
    Kann mir das so richtig bildlich vorstellen, einfach lustig. Und auch gut, es einfach raus zu lassen.

    Wie läuft es mit der Ex?
    Seht ihr euch am Wochenende?
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