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Bin ich dumm?

edited September 4 in Beruf & Studium
Hallo,

Ich habe mit 19 ein FSJ gemacht und mache nun eine Ausbildung zur MFA im Krankenhaus.

Ich habe zwei Fragen:

Ich habe ein Fachabi von 3,5 wofür ich mich teilweise immer noch sehr schäme. Ich musste auf dem Gymnasium mit Mobbing kämpfen und wurde mit 17 mit dem Turner Syndrom diagnostiziert, hatte schlechte und falsche Freunde. Nach einem Wiederholen der 12 Klasse bin ich mit dem schulischen Teil des Fachabi abgegangen und hab das FSJ gemacht.

Meine jetzigen Zeugnisse in der Ausbildung habe ich mit 1,5 (1.Lehrjahr) und 1,6 (2. Lehrjahr) abgeschlossen.

Ist da das Fachabizeugnis überhaupt noch relevant?

Meine Zwischenprüfung habe ich mit 85% bestanden (42/49 Punkten), das wäre eine 2. Sollte ich damit zufrieden sein? Auf meiner Arbeit gab es nur Lob.
Ich lerne seit Anfang August und schreibe im März 2023 die schriftliche Prüfung. Vor der praktischen Prüfung habe ich am meisten Angst.

Ich habe übrigens keine Lücken im Lebenslauf. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mich diese Zeit für immer wie ein Schatten verfolgen wird. Egal was ich mache und wie viel Erfolg ich haben werde.

Das Mobbing ist nicht das Schlimmste. Das ich mich davon beeinflussen lassen habe ist das was mir am meisten weh tut. Die Lehrer von damals haben nichts von meiner Diagnose gewusst.

Das setzt mich natürlich jetzt noch mehr unter Druck, damit ich die Vergangenheit nicht nochmal wiederhole.

Kommentare

  • edited September 4
    Hallo Spiri-girl,

    mach dir da am Besten keine Sorgen. Ist denn jetzt akut die Situation anders als damals? Ein bisschen Schwitzen vor Prüfungen, die einem wichtig sind und am Herzen liegen, ist normal und ein Zeichen dafür, dass es dir wirklich wichtig ist. Dumm bist du auf keinen Fall (was ja die momentanen Noten offensichtlich belegen).

    Schlechtere Noten bei psychischen/sozialbedingten Belastungen ist eine "Nebenerscheinung", die alle trifft die so etwas durchmachen. Ich habe mir immer leicht getan (tue ich immer noch), bin aber nach einem Umzug sitzen geblieben (also das Jahr wiederholt) und habe danach nur 4er geschrieben. Das hat jetzt nicht wirklich meinen geistigen Horizont wiedergegeben, sondern mein Umfeld.

    Ich denke das Fachabi ist wie die Matura in Österreich? Ich habe persönlich willkürlich dann auch immer 4er geschrieben (nach dieser Periode, bis zur Matura), weil ich wusste das es ziemlich egal ist, und ich hatte in meinem weiteren Lebenslauf jede Ausbildung und jeden Job bekommen, den ich wollte. Meine Hochschulausbildung (ursprüngliche Berufsausbildung) habe ich mit neun 4ern im Abschluss begonnen, meine Mutter hatte Sorgen, ich habe sie beruhigt. Am wichtigsten ist dann letztendlich deine persönliche Kompetenz und dein Auftreten, die Verantwortung die du übernimmst, und das Interesse und Engagement das du in den Beruf jetzt und in Zukunft aufbringt.. ich glaube, solche Dinge aus der Vergangenheit werden dir nur nachhängen, wenn du es so empfindest und es an deinem Selbstbewusstsein nagen lässt; lass das am besten nicht zu.

    Hoffe es war was dabei, grüß dich lieb
  • Hallo spirutualgirl,

    Deine Frage lautet, ob Du dumm bist. Das vermag ich Dir nicht zu beantworten, da ich Dich nicht kenne.

    Ich persönlich kann mit dem Begriff dumm auch gar nicht soviel anfangen, denn jeder Mensch ist in bestimmten Bereichen klug und in anderen nicht.

    Dieses Messen an irgendwelchen Zensuren ist für mich leider gar nichts. Ich kenne Leute, die hochstudiert sind, aber im wirklichen Leben nicht zurechtkommen.

    Befasse Dich doch mal mit den Themen Soziale Intelligenz oder Emotionale Intelligenz. Die sind in meinen Augen viel wichtiger und sollten in den Schullehrplan aufgenommen werden.

    Ich persönlich kann Dein Gefühl, niemals genug zu sein, sehr gut nachempfinden. Deine Vergangenheit hat Dich geprägt, diese abzuschütteln, ist sehr schwer. Ich selber habe heute noch meine Punkte, die immer wieder aufploppen. Eigentlich sehr schade, dass andere Menschen es immer wieder schaffen, einen schwer zuzusetzen.

    Du wirst im Leben immer wieder an Arbeitsplätze geraten, die Dir besser liegen oder eben gar nicht. Das hat nichts damit zu tun, wie Dein Zeugnis aussieht.



  • @spiritualgirl

    Hallöchen!

    Du fragst: Ist da das Fachabizeugnis überhaupt noch relevant?

    Meine Erfahrung: in den ersten Jahren ist es relevant bzw. falls ein Studium ansteht. Aber spätestens nach ein paar Jahren sind die Arbeitszeugnisse bzw. Dein Abschlusszeugnis der MFA relevanter und das Fachabizeugnis "Nebenrolle" ;-)

    Ich kann Deine Gefühle und Deine Gedanken verstehen. Auch diesen Umstand, dass die Vergangenheit an einem "kleben" bleibt. Versuch möglichst nach vorne zu schauen.

    Fachkräfte, die Zeugnisse lesen und Ahnung vom Leben haben, kennen den Unterschied von Schule und Leben. Und eben auch, dass es in der Schule Lehrer*innen geben kann, die nicht gerade mit guten Noten um sich "schmeißen".

    Ergo: Konzentrier Dich doch auf Deine Ausbildung. Die scheint Dir ja fachlich zu liegen :-)
    Macht sie Dir denn Spaß?

    Liebe Grüße von wuw
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