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Das Alter ist nur eine Zahl

Wir hatten tatsächlich die Tage eine interessante Diskussion in der Mittagspause.
Es ging darum, ob das Alter nur eine Zahl ist - also egal.
Oder ob es wichtig ist, das Alter eines anderen Menschen zu kennen.
Vielleicht, weil man sich vor allem mit Gleichaltrigen umgeben möchte.

Ich persönlich mache die Erfahrung, dass es vom Gefühl her keinen großen Unterschied macht, wie alt man ist.
Man nimmt sich selbst ja ins Leben mit.

Es gibt Tage, da fühle ich mich wie als Kind an Weihnachten, an manchen Tagen wie in der Schule und wenn ich morgens aufstehen muß, so gibt das oftmals einen Ausblick, wie man sich mit 80 fühlt ;)

Wir stellten außerdem im Gespräch unter Kollegen fest, dass es Menschen gibt, die eher mit Anderen zusammen sind, die jünger sind, als sie selbst, Andere wiederum halten sich eher an Ältere.

Ein weiterer Aspekt war noch: dem Alter entsprechend aussehen.

Das kann positiv gesehen werden: ein Mensch sieht noch gar nicht aus wie sein Alter im Ausweis. Oder sieht älter aus, als im Pass steht.

Und ich habe mich gefragt, ob diese Sichtweisen nötig und nicht komplett von der Gesellschaft gemacht sind.

Wie denkt ihr über das Thema Alter? Ich bin gespannt :)

Kommentare

  • Als ich Teenie war konnte ich mit Gleichaltrigen nichts anfangen und hatte lieber mit Erwachsenen zu tun.
    Aber mittlerweile komme ich mit Leuten in meinem Alter +-10Jahren besser aus.
    Man hat einen ähnlichen Erfahrungshorizont was z.B. 20-30 jährige nicht haben.
  • edited September 23
    Das Alter ist spätestens dann keine Zahl, wenn man beispielsweise gerade in Bewerbungsverfahren steht. Da wird 50+ schnell zum Problem, denn viele sehen leider eher die Nachteile eines älteren Arbeitnehmers als die Vorteile ...

    In gesellschaftlicher Hinsicht ist mir ein Alter komplett egal, für mich zählt beispielsweise eine Lebenserfahrung mehr - und ich kenne definitiv Menschen, die 20 oder sogar mehr Jahre jünger als ich sind und die zu jenen Menschen gehören, die ich ganz besonders schätze. Hier stimmt einfach der geistige Horizont und auch intellektuell sind sie sehr beweglich, gepaart mit einer Art von Verantwortungsbewusstsein, das sie anders als die meisten Leute ihres Alters handeln lässst.
    Wie jung oder alt jemand aussieht, sind doch recht oberflächliche Kriterien, wir sind ja keine Schauspieler*innen, die eine Rolle zu besetzen haben. Dies sind Sichtweisen, die ich oft für irritierend halte.

    Ganz liebe Grüße! C Stern
  • Meine spezielle These lautet: Der Geist bleibt immer jung, es ist nur die Hülle, die uns umgibt, die altert. Im Herzen bin ich bei 35 Jahren stehen geblieben, ich denk immer noch, ich bin so jung. Aber mein Körper sagt mir was anderes :-) . Naja, und die Weisheit ist auch ein wenig größer geworden.
    Wenn ich mich mit älteren Leuten unterhalte, bemerke ich, dass die Träume, Wünsche, Sehnsüchte immer die gleichen sind, egal ob 30 oder 80.

    Ich persönlich bin auch lieber mit älteren Menschen zusammen, vielleicht, weil ihre Werte mit meinen mehr übereinstimmen.
  • Erst mit zunehmendem Alter lernt man sich zu helfen und das strahlt dann eine zunehmende Zuversicht aus.
    Auch lernt man verstehen wie vielfältige Gründe es für ein Verhalten Anderer geben kann, wievielen Irrtümern man unterliegt und wie wenig man leichtfertig verurteilen sollte.
    Menschliches Verständnis, Toleranz, Entgegenkommen, Gemeinschaftsgefühl und Zuverlässigkeit gewinnen an Bedeutung.
    Vielleicht bemühen wir uns im Alter noch mehr um harmonisches Miteinander zu unseren Mitmenschen.
  • @Nightworker,
    ich glaube auch, dass grundsätzlich mit fortgeschrittenem Lebensalter gewisse Werte deutlicher als Wichtigkeit in unserem Fokus erscheinen.
    Andererseits muss ich leider ebenso feststellen, dass das Alter auch extrem egozentrisch machen kann. Ich behaupte, mir immer vorgestellt zu haben, dass Weisheit eher im Alter angesiedelt ist. Ich bedaure, immer wieder mit Entsetzen das Gegenteil feststellen zu müssen. Ich erkenne ganz viel Verbitterung, vor allem auch, wenn ich mich in einem Altersheim aufhalte. Aber nicht nur dort, man braucht sich nur in öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen, man kommt aus dem Kopfschütteln teilweise gar nicht 'raus ...
  • Ich glaube auch, daß man mit der Zeit sehr viel dazulernt
    Heute kann und mache ich Sachen von denen ich vor 30 Jahren noch keine Ahnung hatte
    Wenn man etwas besonders gut kann strahlt das für Andere schon eine gewisse Selbstsicherheit aus.
    Aber es ist schon wirklich so, daß man mit 50+ schon schwer einen neuen Job findet

    Da wird dann doch lieber auf die Jungen, fitten ahnungsloseren aber auch billigeren Bewerber zurückgegriffen.
  • @Michel,
    auch deswegen, weil junge Menschen mitunter noch "formbarer" sind, wird gerne auf sie zugegangen. Dabei übersehen aber so manche, dass junge Menschen uns durchaus auch einiges voraushaben, nämlich einen bestimmteren Zugang zur "work-life-balance". Das zumindest höre ich öfter aus Klagen von Personalverantwortlichen heraus.
  • Das mit der Lebenserfahrung mit zunehmenden Jahren ist natürlich ein Punkt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Wobei ich mich etwas schwer tue, Lebenserfahrung und Weisheit pauschal mit Lebensalter gleichzusetzen. Gibt es doch durchaus junge Menschen, die bereits kluge Ansichten haben und ältere Menschen, die gedanklich festgefahren sind.

    Ist also, was man aus seinem jeweiligen Lebensalter macht, individuell?
  • Liebe enjoythesilence,
    ich glaube, es ist tatsächlich individuell, was man aus seinem Lebensalter macht. Wir können nicht pauschalieren. Manche Menschen sind definitiv schon als jüngere Menschen sehr gereift. Ich habe da schon zahlreiche schöne und ausgewogene Ansichten erlebt.
    Ganz liebe Grüße, seelenbilder
  • @Seelenbilder
    Daß Jüngere eine bessere Work-Life-Balance haben glaube ich auch.
    Das liegt aber wohl daran, daß diese Generation nur etwa halb so zahlreich ist wie meine.
    Die sind deshalb auch mehr umworben, haben mehr Möglichkeiten und eine bessere Schulbildung.

    Sowas wie bei mir: Lehre machen und danach Jahrzehnte bei derselben Firma arbeiten ist heute ziemlich Out.
  • edited September 27
    Die Zahl der Lebensjahre (a.k.a. das Alter) kann bestenfalls ein Indikator dafür sein, was das jeweilige Individuum schon erlebt, erfahren, gelernt haben könnte und was eher nicht. Aber ob das dann wirklich zutrifft, ist von einer Menge Faktoren abhängig. Es gibt Menschen, die schon in sehr jungen Jahren extrem viel durchmachen (müssen) und somit früh einen hohen Grad an Reife und Weisheit erlangen. Andere verbringen Jahrzehnt über Jahrzehnt in irgendeiner Art von Blase- beispielsweise in einer "privilegierten" Situation, in der ihnen alles abgenommen wird - und bleiben quasi ewig realitätsferne, unselbstständige Kinder. Im "Normalfall" wird man aber von dem geprägt, was einem im Laufe der Jahre begegnet - je mehr, desto facettenreicher; je länger, desto tiefer.

    In meinem "social circle" rangiert das Alter von minus bis plus 20 Jahren um mein eigenes Alter herum. Wie gut man sich versteht, ist m.E. tatsächlich mehr von der Persönlichkeitsstruktur abhängig als vom Alter, auch die Weltanschauung im weiteren Sinne ist ausschlaggebend. Was mich an den Älteren (die allerdings auch schon jenseits der 70 sind) zum Teil fuchsteufelswild macht, ist das Beharren auf völlig überkommenen Weltbildern und Klischees. Wahrscheinlich liegt dem weniger ein Mangel an geistiger Flexibilität zugrunde als schlichter Altersstarrsinn ;-). Letzterer scheint mir übrigens weitaus verbreiteter zu sein als die viel beschworene Altersmilde oder Altersweisheit. Und wenn ich schon mal dabei bin zu nörgeln: an den Jüngeren nervt mich vor allem die Tendenz, "Erlebnis" mit "Erfahrung" zu verwechseln und auf dieser Grundlage unsäglich ausdauernd klugzuscheißern. Was, Du hast schon in jedem Land dieser Erde in der Hängematte gelegen und Einheimische aus der Nähe gesehen? Tolle Wurst. Kenne ich allerdings auch genau so von einigen Experten meiner Altersklasse, wenn ich drüber nachdenke...

    Was mich selbst betrifft, so befinde ich mich wohl im Stadium weiser Unreife und unausgereifter Weisheit ;-))
  • Altersstarrsinn ist etwas vom Fürchterlichsten, was ich gerade so um mich habe. Einfach unpackbar, ich würde dem ganzen so gerne entkommen ... Altersmilde und vor allem -weisheit ist leider in meinem persönlichen Umfeld nicht einmal mit der Lupe auszumachen.
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