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Neu in diesem Forum

Hallo zusammen,
als Neuer möchte ich mich euch kurz vorstellen.
Bin seit September des letzten Jahres 71 Jahre alt, seit 8 Jahren in Rente und erlebe seit etwa 10 Jahren meine Introvertiertheit mehr als Problem als Bereicherung.
Wie war es früher? Weiss ich nicht - will mich jetzt etwas näher kennen- und verstehen lernen.
Herzliche Grüße Ewald

Kommentare

  • Hallo Ewald,
    willkommen. Schön, dass du hierher gefunden hast. Ich bin 53 und habe erst vor wenigen Jahren erfahren was mit mir ist. Dieses Forum hat mir schon sehr geholfen und mich beruhigt, dass ich nicht so allein mit meiner Art bin, zu sein, wie ich bin.
    LG Sanne
  • Hallo SanneHB,
    danke für deine freundliche Antwort und die lieben Worte. Ja, es ist wahr: Du mit 53 und ich mit 71 erfahren in diesem Alter, was mit uns ist.
    In früheren Jahren hatte ich wohl das Gefühl, irgendwas ist anders. Aber hat es uns gestört? Wie war es bei dir?
    LG Ewald
  • Vielen dank für deine Vorstellung und willkommen im Forum für Introvertierte @Ewald_Bittner

    Ich bin sicher, du kannst unsere Diskussionen mit deiner Lebenserfahrung und Sicht auf die Dinge bereichern. Schön, dass du hergefunden hast!

    Magst du erzählen, wie du auf das Forum aufmerksam wurdest und weshalb du deine introvertierte Art inzwischen weniger als Bereicherung siehst?

    Das fände ich spannend zu erfahren, denn die Meisten - inklusive mir selbst - empfanden die Erkenntnis, mit ihren Eigenschaften nicht allein zu sein, eher als Befreiung.

    Fühle dich in jedem Fall wohl und verstanden hier bei uns.

    Es grüßt
    Enjoythesilence
  • Vielen Dank für deine lieben Worte @enjoythesilence.

    Hierher gefunden habe ich, weil ich im Internet ein Forum für Introvertierte suchte. Und siehe da: Ich habe eines gefunden. Jetzt versuche ich, mich mit meinen Fragen einzubringen. Ich will sehen oder lesen, welche Probleme andere haben und wie sie damit umgehen.

    Warum ich meine introvertierte Art mehr als Belastung ansehe, mag an meinem Alter liegen: So verrückt es ist: Ich war fast dreißig Jahre verheiratet (1977 - 2006, meine Frau ist an Krebs erkrankt und einige Monate nach der Diagnose gestorben), habe drei Kinder, die selbst schon wieder Kinder haben und lebe seit 2013 mit einer Frau zusammen. Erst in dieser Beziehung merke ich, dass ich in bestimmten Situationen anecke oder sie mit meinen Reaktionen vielleicht sogar verletze.
    Häufig denke ich, mein Gott, was war ich meiner Frau gegenüber "für ein Stoffel", wie hat sie mich nur ertragen ….

    Liebe Grüße Ewald
  • Hallo @Ewald_Bittner,
    schon als Jugendlicher habe ich zwar bemerkt, dass ich anders bin als die Masse, die um mich rum war. Teilweise hat es mich gestört, weil ich - natürlich in dem Alter - dazugehören wollte, was nicht wirklich funktioniert hat.

    Je älter ich wurde, desto mehr bemerkte ich bei mir, dass ich "anders bin", habe nur nie verstanden warum. Ich war sehr schüchtern und war immer froh, wenn ich nicht das Wort ergreifen musste oder daheim bleiben konnte. Irgendwann habe ich, auch berufsbedingt, meine Schüchternheit abgelegt, was aber an dem Wunsch, ab und an für sich zu sein, nichts änderte.
    Mit dem Ablegen der Schüchternheit und des wachsenden Selbstbewusstseins konnten mir so Sprüche wie "Du bist ja vielleicht komisch", "Hey, komm mal aus deinem Schneckenhaus raus" oder "Du solltest mal einen trinken, dann wirst du auch endlich lustig" kaum noch etwas anhaben.

    Wollte ich als Jugendlicher unbedingt dazugehören (auch mit der Marken-Kleidung, die ich nicht hatte, das ist aber ein anderes Thema), habe ich diesen Wunsch im Laufe der Jahre abgelegt. Nur, was mich anders gemacht hat, das wusste ich nicht.

    Was sich vielleicht komisch anhören mag - ich finde und, wenn ich darüber nachdenke, fand es nicht schlimm, anders zu sein, nur offen damit umgehen, das konnte ich wiederum lange Zeit nicht. Ich hatte ja auch keinen Namen dafür.
    Als ich einen Namen hatte, musste ich mich erst einmal damit anfreunden. Ich brauche ja für viele Dinge sehr viel mehr Zeit als andere.

    Ob ich je wieder mit einem Menschen zusammenleben kann das frage ich mich in den letzten Tagen immer wieder. Je älter man ist, umso schwieriger ist es sich zu verlieben, einzulassen und dass es überhaupt passt, allen voran mit der Introvertiertheit, die für so manchen Menschen nicht einfach zu akzeptieren bzw. zu tolerieren ist und wenn ich nicht auf mich achte, will sagen, dass ich versuche mich mehr anzupassen, also ein Stück weit "extravertiert spiele", dann werde ich krank in Form von sog. psychosomatischen Erkrankungen.
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