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Über die Schwierigkeit, uns zu umarmen

Vor einigen Wochen steckte ich in einer blöden Situation. Auf einer Konferenz kam eine Gruppe von fünf Bloggern auf mich zu. Mit einigen hatte ich digital noch keine zwei Sätze gewechselt. Ich wusste nichts über sie. Aber alle wollten sie mich umarmen. Für sie war es das Normalste der Welt. Doch ich war unbeholfen in dieser unangenehmen Situation.

Für uns Introvertierte ist Körperkontakt nicht so leicht – oder nicht so natürlich und ungezwungen wie für andere Menschen. Das Thema wurde bereits zweimal im Forum diskutiert (hier und hier). Der Tenor scheint mir immer der gleiche zu sein: Mit Menschen, die wir nicht sehr gut kennen oder denen wir nicht sehr vertrauen, suchen wir keinen Körperkontakt. Ein Händeschütteln, okay. Aber eine Umarmung? Oder gar Küsschen auf die Wange? Das wirkt unnatürlich.

Aber es gibt auch die andere Seite der Medaille. Ich möchte Körperkontakt. Ich möchte Menschen umarmen. Allerdings nur wenige, die ich sehr mag. Doch dann fällt es mir schwer. Wenn ich nur den Arm um jemanden lege, wirkt es ungelenk. Und das sind nur die oberflächlichen Berührungen. Manchmal will ich mehr, aber kann nicht.

Ich könnte mehr darüber schreiben, doch für dieses Maß an Offenheit bin ich leider noch nicht bereit. Aber ich kenne jemanden, der es ist. Und zwar mein Lieblingsblogger James Altucher. In seinem englischsprachigen Blog schrieb er vor ein paar Monaten einen Artikel namens How to Hug (zu deutsch: wie man sich umarmt).

Ich bin froh, dass es Menschen wie James gibt, die ganz unangenehme persönliche Dinge aufschreiben. Als ich seinen Artikel las, wurde ich sentimental, aber musste auch lachen, denn James schreibt ganz unterhaltsam. Dann habe ich ihn abgespeichert und nun wieder hervorgekramt.

Via Twitter fragte ich James, ob ich seinen Artikel in diesem Blog ins Deutsche übersetzt veröffentlichen darf. Er hat sofort zugestimmt. Ich gehe fest davon aus, dass sich viele von Euch in diesem Text selbst erkennen werden. Ich mag diesen Beitrag sehr. In vielen Beispielen erkenne ich mich. Bitte lasst mich in den Kommentaren wissen, was ihr dazu denkt. Los gehts.

 

„How to Hug“ von James Altucher

Meinen ersten Kuss bekam ich erst mit 18. Vorher bekam ich nicht einmal eine Umarmung.

Meine Eltern haben mich nie umarmt oder geküsst. Das ist in Ordnung. Das soll hier keine traurige Geschichte werden. Ich fühle mich dadurch gesegnet, dass ich als Kind nie umarmt oder geküsst wurde.

Viele Leute trifft es schlimmer. Die Mutter meiner Ehefrau sprang aus dem Fenster als sie noch ein Kind war. Ich bin froh, dass das nicht mir passiert ist.

Aber, dass ich als Kind nicht umarmt wurde, macht es heute schwer für mich, andere Menschen zu umarmen. Wenn ich jemanden umarme, ist es etwas ganz Besonderes für mich.

Es fühlt sich so an, als hätte ich keine Ahnung, wie „Umarmen“ funktioniert. Du legst Deine Arme um jemanden und drückst ein bisschen. Ich platziere meine rechte Hand ein bisschen höher und meine linke Hand ein bisschen tiefer und ich lehne mich irgendwie nach links und drücke leicht. Wenn es sich gut anfühlt, mache ich es wohl richtig.

Einige Menschen küssen sich auch gern auf die Wange, wenn sie sich umarmen. Das habe ich auch mal gemacht, aber es hat sich nie richtig angefühlt. Umarmungen sind schon sehr intensiv für mich. Dazu noch zu küssen – das ist zu viel. Es fühlt sich unnatürlich an. Ich kann nie sagen, ob ich zu viel Emotion hineinlege oder ob die Leute denken, ich bin seltsam oder mache es einfach falsch.

Weil mich meine Eltern nie umarmten, versuche ich meine Töchter umso öfter zu umarmen. Ich mag das. Ich sehe sie nicht so oft, wie ich es gern würde. Das kann ich mit nichts gutmachen, aber zumindest glaube ich, wenn ich sie umarme, sagt ihnen das, dass ich sie liebe. Und es sagt ihnen, dass sie gute Menschen sind, mit denen ich gern Zeit verbringe.

Wenn ich das so lese, klingt es, als sei ich ein Soziopath. So, als würde ich nicht wissen, wie man Emotionen hat und so, als müsste ich etwas simulieren, das für andere Menschen ganz natürlich ist. Aber das ist nicht wahr. Ich habe wirklich gern enge Beziehungen und erfreue mich an Freundschaften und Liebe.

Aber ich weiß nicht, wie ich das physisch kommunizieren soll. Es sei denn, ich bin in einer Liebesbeziehung mit ihnen. Dann übertreibe ich es vermutlich.

Es ist wie in einem Labyrinth in einem Zirkus. In jede Ecke, in die ich gehe, sehe ich Clowns. Clowns sind lustig und beängstigend und Fantasie und Liebe. Und Labyrinthe sind mysteriös, mit einer großen Belohnung am Ende. Das bedeutet mir eine Umarmung!

Für eine lange Zeit fühlte ich mich sogar unwohl, jemandem die Hand zu schütteln. Ich hatte immer eine Ausrede parat. Ich sagte, „George Washington hat sich immer verneigt, also verneige ich mich auch.“ So habe ich es vermieden, Leute zu berühren.

Und als ich der Geschäftsführer meiner ersten Firma war, habe ich für jeden Freitag eine Masseuse bestellt. Sie hat jedem Mitarbeiter eine Massage gegeben. Nur mir nicht. Ich wollte nicht. Meine Mitarbeiter haben sich darüber lustig gemacht. Aber ich hatte Angst davor, dass ich mich in die Masseuse verliebe, sobald sie mich berührt.

Ich bin mir einigermaßen sicher, dass ich damit nicht allein in der Welt sein kann. Berührungen sind sehr intim und doch sehr sozial. Wir machen es den ganzen Tag lang. Und es ist auch eine Art Vorspiel zum Sex.

Einmal war ich auf der Beerdigung eines Verwandten. Da war eine Frau, in die ich ein bisschen verliebt war. Jeder hat sich gegenseitig umarmt, weil es eben eine Beerdigung war. Ich habe sie mehr als einmal umarmt. Jedes Mal, wenn ich an ihr vorbei lief, habe ich sie umarmt. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ihr das unangenehm war. Und nur weil ich das dachte, fühlte es sich plötzlich seltsam an. Ich kann es nicht auf sie schieben. Ich war der Seltsame!

Ich schreibe diesen Artikel, weil mein Vater ein Messer nach mir warf, als ich noch ein Kind war. Wenn ich darüber nachdenke, war das keine große Sache. Das Messer war nicht scharf und es flog einen halben Meter an mir vorbei. Und wahrscheinlich hätte es mich eh nicht verletzen können.

Ich war ein nerviges Kind. Also ist es nicht einmal falsche Bescheidenheit wenn ich sage, dass ich es verdient hatte, ein relativ kleines spitzes Ding nach mir geworfen zu bekommen. Wer würde nicht gern etwas Spitzes nach einem weinerlichen 10-Jährigen werfen?

Ich wollte mir selbst leid tun. Aber ich kann’s nicht. Ich kann jedoch dafür dankbar sein. Denn, wenn ich heute einen Menschen berühre, bedeutet es so viel für mich. Sich zu umarmen, heißt, sich zu lieben.

Weil ich so viele Jahre brauchte, jemanden zu umarmen, kenne ich das Geheimnis einer guten Umarmung. Es ist nicht das Gleiche wie ein „Hallo“. Oder ein „Ich hab Dich vermisst“. Oder „Du siehst gut aus“. Es ist kein Händeschütteln. Es ist kein lässiger Gruß mit der Faust.

Wenn ich jemanden umarme, gebe ich ein Stück von mir. Ein kleines emotionales Baby. Und deswegen habe ich heute viele, viele Babies in der ganzen Welt. Papa.

 

Zum englischen Original geht es hier. Mehr von James Altucher findet Ihr auf JamesAltucher.com. Wenn Ihr an seinen Texten Gefallen findet, empfehle ich, den Newsletter zu abonnieren, denn per E-Mail kommen noch mehr Texte. Außerdem gibt es einen interessanten Podcast namens The James Altucher Show (der Fokus liegt dabei allerdings auf Unternehmertum).

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Über den Autor

Mein Name ist Patrick und ich bin introvertiert. Oft habe ich mir gewünscht, extrovertiert zu sein, bis ich meine Veranlagung besser verstanden habe. Mehr über mich, mein Buch Kopfsache, mein Projekt Healthy Habits.

Comments

  1. Hey Patrick,

    wenn Du für ne virtuelle Umarmung offen bist … komm her! 🙂

    Scheint ja ganz schön kuschelig zuzugehen auf den Bloggertreffen (war selbst noch nie auf einem).

    Danke für den schönen Text von Dir, und für den übersetzten.

    LG

    Tim

  2. Ach, verdammt, noch was vergessen.

    Du musst Dich leider NOCH MAL virtuell umarmen lassen … wegen Deiner Empfehlung von Evernote. Benutze es erst seit kurzem und will nicht mehr ohne leben. Kann’s wahrscheinlich auch nicht.

    • Patrick says:

      Hi Tim,

      ja, solche Treffen können kuschelig sein. Vorerst werde ich zu keinem mehr gehen 😉

      Ohne Evernote könnte ich schon lange nicht mehr. All die Gedanken und Ideen, die da drin stehen!

      Viele Grüße nach München,
      Patrick

  3. Felicitas says:

    Hallo Patrick,

    ich muss sagen, dass mich dieses Thema auch immer wieder sehr beschäftigt.
    Umarmungen sind wichtig für Menschen. Sie haben auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit.
    Manchmal geht es mir richtig schlecht, wenn ich über einen längeren Zeitraum meine engsten Vertrauten nicht umarmt habe (klingt komisch, ich weiß). Ich habe auch kein Problem damit, diese Menschen zu umarmen, weil ich ihre Umarmungen ja kenne. Das ist etwas sehr wohltuendes für mich.
    Aber ich habe ein Problem damit Leute zu umarmen, die ich nicht wirklich kenne/mag. Es fühlt sich nicht richtig an.
    Eine Umarmung ist für mich eine Art mein Vertrauen zu einem Menschen auszudrücken. Er kommt mir damit ja näher, emotional wie körperlich.
    Fremde reichen sich ja nicht ohne Grund die Hand. Die beiden Hände + die Armlängen symbolisieren die Grenze zwischen den beiden Personen. Man gebietet dem Anderen körperlichen Abstand. Und das ist auch gut so!
    Mir ist es unangenehm immer wieder in Situationen zu kommen, in denen ich Leute umarmen muss, die ich nicht umarmen will. Ich werde mir wohl mal etwas überlegen müssen, da herauszukommen und so etwas zu umgehen…

    Liebe Grüße

    Felicitas

  4. Florian Korn says:

    Jaa… – das kann ich mal wieder gut nachvollziehen. Selbst bei Familientreffen ist es mir manchmal unangenehm meine eigene Schwester zu drücken. Kopf links oder rechts vorbei? Irgendwie wirkt es meist sperrig und der Fokus ist innerlich und äusserlich auf dem Kopf. Es gibt nur ganz ganz wenige Menschen, die ich richtig drücken kann und wo ich das dann auch gern mache. Das Thema, dass man bei einer Umarmung an „Liebe“ denkt und „sich verlieben“ etc. damit assoziert, kann ich nachvollziehen und macht es für uns vielleicht auch so irritierend. Genauso irritierend finde ich es z.B. auch immer, wenn in Filmen zwei in´s Bett steigen, die sich noch siezen. „Gibt´s sowas wirklich?“ frage ich mich dann immer.
    Danke Patrick für diesen Beitrag – er passt sehr gut zu Deinem „Portfolio“ 😉
    Und ich denke, dass ein wenig Übung (beim Umarmen, nicht beim in´s Bett gehen, mit Leuten, die man noch siezt) die Sache mit der Zeit etwas leichter macht, weil dann auch die Angst (vor dem Unbekannten) weniger wird. Natürlich muss jeder für sich seine Grenzen ausloten und schaun, inwieweit er sich einen Schubs geben kann oder ab wo es einem dann total gegen den Strich geht….

  5. Hallo Patrick,
    danke für den Beitrag! ich kann mich sehr gut mit Dir und James identifizieren. Was mich interessieren würde und was ich so aus mir bekannter Literatur bisher nicht erkannt habe: gibt es wirklich einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen emotionaler Kälte der Eltern und dem späteren Introvertiert-sein der Kinder?
    Ich muss sagen, dass ich beim Umarmen (was ich oft wg. meinem Job, wo ich vorgebe, extrovertiert zu sein) den „So, als ob“-Trick anwende und es nach jahrelanger Übung auch gut funktionieren kann. Ich tue so, als ob mir das nichts ausmacht, Umarmungen und Küsse an wenig bekannte Menschen zu verteilen und nach einer Weile fühlt sich das nicht mehr so fremdartig an. Und: das wirkt sich positiv aus auf meine wirklich engen Beziehungen – es fällt mir leichter, meine Lieben zu umarmen oder zu berühren. Für mich funktioniert das gut.

    • Patrick says:

      Hallo Luba,

      so tun als ob: Das gefällt mir gut 🙂
      Einfach machen und irgendwann wird’s zur Routine.

      Ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang zwischen Introversion und emotional kalten Eltern gibt. Aber es gibt einen Zusammenhang zwischen Introversion und der Erziehung. Ein erheblicher Teil ist angeboren. Der Rest wird durch Erziehung manifestiert.

  6. Dieser Artikel trifft mich auch etwas… Ähnlich wie Luba habe auch ich inzwischen die Strategie einfach vor mir selber so zu tun, als wäre das das normalste von der Welt. Das klappt auch ganz gut, wenn es eine Gruppe ist, bei der sich alle gegenseitig umarmen (z.B. zur Verabschiedung). Wenn klar ist, dass das nur eine Konvention ist, ähnlich wie das Händeschüttel.
    Problematisch wird es allerdings, wenn eine Gruppe z. B. einem introvertierten Freund/Bekannten einen Glückwunsch/Zuwendung ausdrücken möchte (nach einer bestandenen mündlichen Prüfung, zum Geburtstagen). Wenn also die Umarmung durchaus etwas emotionaler gemeint ist. In solchen Situationen kommt mir eine Umarmung zu intim vor. Gerade wenn ich weiß, dass mein Gegenüber eine ähnliche Einstellung zu Umarmungen hat wie ich. Hier kommen mir fast solche Gedanken wie im Artikel bei der Geschichte mit der Masseuse:

    „Sie hat jedem Mitarbeiter eine Massage gegeben. Nur mir nicht. Ich wollte nicht. Meine Mitarbeiter haben sich darüber lustig gemacht. Aber ich hatte Angst davor, dass ich mich in die Masseuse verliebe, sobald sie mich berührt.“

    Im Gegensatz zum Gastartikel sieht aber meine familiäre Situation ganz anders aus! Zuhause habe ich keine Probleme damit meine Familie zu umarmen. Ich brauche das auch! Gerade meine Eltern, Großeltern und Brüder umarme ich sehr gerne und brauche das auch. Hier drückt das aber eben auch meine enorme Verbundenheit mit ihnen aus. Sie sind mir die wichtigsten Menschen und wissen das auch. Hier ist es absolut klar, wie eine Umarmung gemeint ist.

    Es ist die emotionale Grauzone zwischen „bloße Umarmung aus Höflichkeit“ und „Umarmung aus tiefster Zuneigung und Liebe“ die mir immer wieder unangenehm ist. Mit den beiden Extremen habe ich keine Probleme.

    Soviel von meiner Seite.
    Liebe Grüße
    L

  7. Sophie says:

    Umarmungen sind was tolles – wenn sie ihre Berechtigung haben, ansonsten wirken sie steif und künstlich, so wie Small Talk. Schon mal erforderlich, aber ich kann das nicht genießen.

    Bei den nicht angebrachten Umarmungen oder in den Situationen wo man nicht weiß ob umarmt wird oder nicht, gehe ich folgendermaßen vor:
    Man gibt sich ganz normal die Hand zum Händeschütteln und merkt, ob es dabei bleibt, oder ob man sich mit dem anderen Arm gegenseitig noch umarmt – das kann ein ganz distanziertes Umarmen sein.
    Wenn man sich dann noch intensiver umarmen will, lässt man die rechte Hand los und umarmt sich damit auch noch.

    Für richtig herzliche Umarmungen strecke ich schon beide Arme aus, dann weiß mein Gegenüber was kommt. Bei mir ist es so, dass je näher ich einer Person emotional bin, desto intensiver empfinde ich Umarmungen oder anderen Körperkontakt. Man spürt die körperliche Wärme des anderen, und fühlt eine gewisse Intimität.
    An meinem Geburtstag freue ich mich anstatt auf Geschenke mittlerweile mehr auf die Umarmungen mit den mir vertrauten Menschen.

    • Patrick says:

      Hi Sophia,

      ein bisschen traurig ist es ja, dass man sich an Geburtstagen auf Umarmungen freuen muss, anstatt sie regelmäßig zu bekommen, aber da ist schon etwas dran.

      Die Handshake-Umarmung kenne ich auch sehr gut (kennt wohl jeder). Dabei gibt es schon noch eine recht große Distanz (aber ein guter Kompromiss, wenn man ursprünglich dachte, es bliebe beim Händeschütteln 😉 )

  8. Hallo Patrick, danke für Veröffentlichung von diesem tollen Artikel! Ein Thema das, mich seit Jahren betrifft. Es gibt einige wenige Menschen, bei denen ich mir Berührungen sogar wünsche. Aber die kann ich an einer Hand abzählen… Ansonsten ist es mir sehr unangenehm. Vor allem komme ich mit diesen neuartigen „männlichen“ Begrüßungsritualen überhaupt nicht klar. Dieses lässige und verdammt coole Abklatschen der Hände mit einer angedeuteten Umarmung usw. Da kenne ich mich nicht aus, das will ich auch nicht. Ich freue mich auf weitere Artikel und sende viele Grüße aus München! PS. In einem Kommentar habe ich von Evernote gelesen. Gleich ausprobiert und lieben gelernt… 🙂

  9. Holy Molly, da beschreibt mich jemand, ohne mich zu kennen.
    Schön, das ich über diese Seite gestolpert bin, ich glaube ich lerne mich gerade neu kennen.
    Danke, weiter so.

  10. Hey, danke für den tollen Artikel. Ich habe seit jeher ein Problem mit Umarmungen. Von meiner Familie wurde ich eigentlich nie umarmt. Ich hatte eigentlich nie das Bedürfnis, jemanden zu umarmen. Aber unter den Mädchen in meinem Alter ist es so, dass man sich, auch wenn man sich nur kurz nicht gesehen hat, direkt umarmt und so tut als sei man ewig getrennt gewesen. Ich fand das alles schon immer ein wenig lächerlich. Meiner (damals) besten Freundin ging es ähnlich. Vor einiger Zeit haben wir uns dann mit einer Klassenkameradin angefreundet, eine von denen die alles immer umarmt. Da haben wir es dann auch mal probiert. Aber es fühlt sich einfach seltsam an. Ich fühle mich da immer so unwohl. Inzwischen sind ich und meine ehemalige beste Freundin nicht mehr wirklich befreundet. Ihre neue beste Freundin umarmt sie jetzt regelmäßig. Sie scheint kein Problem mehr damit zu haben. Kann sich das so einfach ändern? Ich kann noch immer niemanden außer Familienmitgliedern umarmen. Meinen kleinen Bruder umarme ich sogar sehr gerne. Aber andere halt nicht. Traurig finde ich, dass andere einen deshalb manchmal als seltsam und Außenseiterin bezeichnen.

    Viele Grüße
    Carola

  11. Hallo Patrick,
    Im Allgemeinen finde ich die Artikel, die du schreibst und geschrieben hast sehr interessant und informativ. Weiter so!
    Bei dem artikel bin ich aber eher skeptisch, ob es eine Eigenheit von Introvertierten ist, Körperkontakt zu meiden bzw. dass es bei Introvertierten wahrscheinlicher ist, dass sie sowas nicht mögen. Ich bin selber eindeutig introvertiert, und suche auch tatsächlich nicht aktiv den Körperkontakt zu fremden leuten. Wenn mich aber fremde oder flüchtige bekannte sehr nahe stehen (z.b. im bus), die hand geben oder auch umarmen, empfinde ich das überhaupt nicht unangenehm, sondern eher als teil der alltäglichen interaktion.
    Sicher dass hinter strikter vermeidung von Körperkontakt nicht eher doch sowas wie eine phobie o.ä. steht?

    Viele grüße
    Lara

    • Patrick says:

      Hallo Lara,

      sicher kann man sich da nie sein, woran es nun genau liegt. Eine Phobie habe ich ganz sicher nicht, ich bin einfach nur zurückhaltender bei anderen Menschen. Ich denke, dass es vielen Intros so geht. Ob es intro-spezifisch ist, ist eine andere Frage 🙂

  12. Letztens hatten zwei ehemalige Teilnehmerinnen einer Weiterbildung einen Tisch in einem Lokal reserviert, zur Begrüßung haben sich die Mädchen alle umarmt. Ich hatte nicht damit gerechnet auch umarmt zu werden, als sich Ihre Arme um mich waren, war das ein Gefühl zwischen, unangenehm aber doch irgendwie schön. Nur wusste Ich nicht so recht wohin mit meinen Händen, (Ich wollte Sie ja aufkeinenfall an den falschen stellen berühren).
    Ich glaube Sie hat aber gemerkt das es für mich irgendwie unangenehm war, als wir uns später verabschiedeten, umarmten sich die Mädels alle wieder, nur mir reichte Sie die Hand, und verabschiedete sich, diesmal wäre Ich auf eine Umarmung gefasst gewesen.

    Ich hatte Sie ca. ein halbes Jahr nicht mehr gesehen und wir hatten nie den großen Kontakt obwohl Sie direkt hinter mir saß, deshalb hatte Ich auch keine so warmherzige Begrüßung erwartet

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