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Warum Introvertierte sich mit Small Talk so schwer tun

Ich mag keinen Small Talk. Ich würde viel lieber tief gehende Gespräche mit Bedeutung führen. Ich möchte über das Leben meines Gesprächspartners erfahren und Ideen austauschen. Small Talk gibt mir überhaupt nichts. Er ist belang- und sinnlos und nur ein anstrengendes Vorspiel für das, was ich eigentlich will.

Ganz schön arrogant, oder? So ist es aber nicht gemeint. Small Talk erfüllt ja für den Großteil der Menschheit durchaus seinen Zweck. Die Menschen starten ein Gespräch mit Small Talk, um warm zu werden und sich dem anderen anzunähern.

Das Problem für mich als Introvertierten: Ich muss erst warm werden, bevor ich Small Talk machen kann. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Das Modell funktioniert für mich nicht.
Und so geht es nicht nur mir, sondern den meisten introvertierten Menschen.

3 Gründe, weshalb sich Introvertierte schwer tun

 

Das Kurzzeitgedächtnis spielt nicht mit

Small Talk kratzt nur an der Oberfläche. Er handelt meist vom Wetter, von aktuellen Nachrichten oder dem eigenen Tagesgeschehen. Beim Small Talk bedienen sich Menschen also ihres Kurzzeitgedächtnisses. In kurzer Abfolge spielt man sich die Bälle zu und ruft die frischen Informationen aus dem Gedächtnis ab. Und da liegt das Problem.

In Studien ist vielfach nachgewiesen worden, dass Introvertierte sich eher am Langzeitgedächtnis bedienen. Sie haben auf die Schnelle nur einen schlechten Zugang zu frischen Informationen. Somit fällt ihnen oft nichts ein, wenn sie schnell antworten müssen oder ohne Vorbereitung reden sollen. Wir müssen in unserem Gedächtnis viel weiter zurückgehen, um Informationen zu finden und das dauert länger, als das Wissen aus dem Kurzzeitgedächtnis herauszuschießen.
(vgl. Susan Cain in “Still”, Marti Olsen Laney in “The Introvert Advantage”)

Als ich das zum ersten Mal las, war ich erleichtert, denn ich habe mich sofort wieder erkannt. Wenn ich spontan reden soll („Erzähl mal!“), geht bei mir überhaupt nichts. Mein Gehirn hat aber keinen Schaden, sondern Introvertierte rufen Informationen anders ab. Punkt. Das macht Small Talk jedoch sehr kompliziert.

Small Talk ist ermüdend

Wann immer ich gegen meine Natur agiere, ist das sehr ermüdend. Steckt mich in einen großen Raum voller Menschen und ich bin nach kurzer Zeit platt. Genauso ist es beim Small Talk – vor allem wenn mehr als nur ein Gesprächspartner involviert ist.

Solche Situationen zehren an meinen Kräften und sind viel zu anstrengend. Das heißt nicht, dass mich Gespräche grundsätzlich ermüden. Mit Menschen, die ich lange kenne und mag, kann ich stundenlang erzählen – wenn ich nicht mehr als maximal zwei Gesprächspartner habe. Doch das schnelle Zuspielen von Informationen mit Menschen, die ich noch nicht kenne, ist anstrengend.

Daher ist das Fazit vieler Introvertierte: Ich mag kein Small Talk.

Introvertierte hören lieber zu

Bis hierhin wurde deutlich, dass der Kontakt zu vielen Menschen mit oberflächlichen Gesprächen für mich anstrengend und überhaupt nicht befriedigend ist. Aber diese Medaille hat eine zweite Seite. Introvertierte sind die besseren Zuhörer. Wir fühlen uns in der Rolle als Zuhörer einfach wohler, vor allem im Umgang mit neuen Menschen.

Stark extrovertierte Menschen finden es schwierig, lange zuzuhören, weil sie schon darüber nachdenken, was sie als nächstes sagen wollen und nur aus Höflichkeit noch warten. Ich hingegen bin eher damit beschäftigt, das Gesagte zu verstehen und zu interpretieren (was nicht bedeutet, dass ich nicht auch mal etwas sagen will). Wir lernen nicht beim Reden, sondern beim Zuhören.

An dieser Stelle ergänzen sich Extrovertierte und Introvertierte übrigens sehr gut, denn der Redner findet so einen guten Zuhörer. Menschen öffnen sich eher gegenüber ruhigen Menschen, weil sie weniger Angst vor Kritik oder Zurückweisung haben. Sie fühlen sich selbst wohler in dem Gespräch und können über ihre Probleme reden.

Introvertierte können also kein Small Talk?

Das alles heißt jedoch nicht, dass Introvertierte im Small Talk nicht besser werden können. Introvertierte können durchaus glücklich damit sein, wenn sie von Extrovertierten in eine „leichtere“ Gedankenwelt eingeführt werden.

Es gibt zudem viele kleine Tricks und Kniffe wie wir Stück für Stück unsere Hürden überwinden können. Darum geht es hier.

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Über den Autor

Mein Name ist Patrick und ich bin introvertiert. Oft habe ich mir gewünscht, extrovertiert zu sein, bis ich meine Veranlagung besser verstanden habe. Mehr über mich, mein Buch Kopfsache, mein Projekt Healthy Habits.

Comments

  1. Hallo Patrick,

    schon seit einigen Tagen lese ich begeistert Deinen Blog – vorweg eine super Idee, sowas ins Leben zu rufen, um eine Bresche für uns Introvertierte zu schlagen… bleibt die Hoffnung, dass sich auch möglichst viele der mehrheitlichen Extros hier einfinden und die Intros langsam besser verstanden werden, schon der Versuch uns zu verstehen würde die Menscheit enorm weiterbringen und unser Leben etwas erleichtern!
    Ich weiß seit knapp 10 Tagen endlich (!) dass ich keinen Knall habe, sondern nur zu einer anderen, spezielleren – ja eigtl. besonderen „Art“ gehöre – ich war kurz davor völlig zu verzweifeln und noch dazu beinahe überzeugt, dass mit mir so ziemlich alles nicht stimmt ;o) noch dazu war ich völlig erschöpft vom ewigen Versuch, sich anzupassen – extrovertiert zu agieren. Und die Feststellung, dass es dann nicht klappt, weil es mir als Intro logischerweise nicht liegt, war zermürbend. Nun hat mich die neue Erkenntnis, einfach anders zu ticken, schon mal ungeheuer erleichtert und beglückt – auf einmal macht so vieles Sinn! Leichter wird es sicher trotzdem nicht, ich werde weiterhin drüber stolpern (noch dazu muß ich ja erstmal lernen,dass wirklich alles gut so ist – nach 31 Lebensjahren wo mir ein falsches Bild von meiner Umwelt vermittelt wurde,verständlich) aber ich nehme die Herausforderung an.
    Gerade Dein obiger Artikel über den „lustigen“ SmallTalk unterschreibe ich zu hundert Prozent – sinnlos erscheint mir das Ganze bis heute, was soll ich über das Regenwetter quatschen,wenn man nur aus dem Fenster zu gucken braucht und sieht,dass es regnet.. . Aber gebraucht wird er – leider – und es gibt Tage da klappt es ganz gut (wenn auch anstrengend), aber an manchen Tagen ist mir ein kurzer Schwatz beim Bäcker schier zu viel und unmöglich. Wie Du schon geschrieben hast, man sollte versuchen, seine Komfortzone auszubauen, aber wenn es hakt und wirklich nicht funktioniert, dann muß man es hinnehmen – und auf einen neuen, besseren Tag warten,es bieten sich ja unzählige Möglichkeiten. Wozu sich grämen und quälen, manches läßt sich nicht erzwingen.Danach versuche ich zu handeln,es macht das Ganze um einiges entspannter ;o)

    Zum Abschluß möchte ich Dir einfach danken, dass Du Dir die Zeit nimmst und sowas machst.

    Viele Grüße,
    Jule

    • Hallo Jule,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Solch offenes Feedback und die Tatsache, dass sich Menschen in den Texten wiederfinden, motiviert mich, mit diesem Blog am Ball zu bleiben 🙂

      Viele Grüße
      Patrick

  2. Anonymensch says:

    Hallo Patrick,
    danke für diesen Artikel. Mir geht es in solchen Situationen genau so, teilweise habe ich deswegen sogar Angst vor nicht zu vermeidenden Situationen mit fremden oder vielen anderen Menschen.
    Das mit dem Kurzzeitgedächtnis fand ich sehr interessant, auf jeden Fall erklärt das einiges..

  3. Hallo!

    Was sind nochmal so beliebte Bezeichnungen für uns Introvertierte? Unfreundlich? Unsozial? Ich muss gestehen, dass ich früher sogar selbst, als ich noch so gut wie nichts über Introversion wusste, in bestimmten Situationen solche bösen Ausdrücke auf meine eigene Person angewendet habe! Dass diese negative Selbstbezeichnung auch aufgrund meiner Unfähigkeit zum Smalltalk resultierte, wusste ich damals noch nicht.

    Daher halte ich es für enorm wichtig, dass sich introvertierte Menschen ausführlich über Introversion informieren, besonders jene, die aufgrund dieser Veranlagung unzufrieden sind! Wer nicht Bescheid weiß, läuft Gefahr, ein komplett falsches und negatives Selbstbild zu entwickeln, was in weiterer Folge natürlich eine innere Unzufriedenheit auslöst und die Lebensqualität massiv einschränkt. Leider spreche ich aus Erfahrung!

    Ich möchte das anhand eines Beispiels verdeutlichen:

    Nach einem mitunter anstrengenden Arbeitstag fahre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause. An irgendeiner Haltestelle sehe ich jemanden, den ich gut oder weniger gut kenne. Ein Bekannter eben. Ich gehe aber nicht auf ihn zu. Ich ertappe mich dabei, dass ich mich sogar absichtlich so platziere, damit er mich nur ja nicht sieht! Früher hatte ich keine plausible Erklärung für mein Verhalten. Schon war ein negatives Selbstbild geboren: Was bin ich doch für ein unfreundlicher Mensch, dass ich nicht einmal zu meinem Bekannten gehe, um „Hallo“ zu sagen! Seit ich über meine Veranlagung Bescheid weiß, ist mir klar: Ich bin weder unfreundlich noch unsozial! Der einzig wahre Grund, warum ich mich so verhalte ist, dass ich mir den darauffolgenden Smalltalk einfach nicht antun will! Bei einem „Hallo“ bleibt es schließlich nicht!

    Das hat also auch nichts damit zu tun, dass ich diesen Bekannten nicht mag! Alles, was ich mache ist, dass ich eine Situation vermeide, von der ich weiß, dass ich mich nicht wohlfühlen würde, die für mich nichts anderes als mühsam und anstrengend wäre! Oder, wie Patrick es in diesem seinem Blog immer wieder so treffend ausdrückt: Würde ich auf den Bekannten zugehen, um mich dem Smalltalk hinzugeben, dann bedeutet das in dieser Situation eine Überdehnung meiner Komfortzone!

    Nach einem Arbeitstag bin ich ausgelaugt. Mein Heimweg dauert ungefähr 45 Minuten. Diese Zeit möchte ich zur Entspannung und zum Abschalten nutzen. Ich will mit niemandem reden, sondern einfach nur Leute beobachten und meinen Gedanken nachhängen. Ich brauche keine Stimulanz von außen! Wäre die Situation eine andere, in der ich vielleicht nicht so ausgelaugt bin, würde ich wahrscheinlich auf meinen Bekannten zugehen, ihn fragen, wie es ihm geht und mich auf einen Wortwechsel einlassen. Aber nicht, wenn ich gerade 8 Stunden gearbeitet habe und jetzt meine Ruhe haben will!

    Und was passiert, wenn der Bekannte mich sieht und auf mich zukommt? Zuerst einmal reißt er mich aus meiner Gedankenwelt. Dann denke ich mir wahrscheinlich so etwas wie: „Nein, bitte nicht!“ Besonders dann, wenn ich weiß, dass es sich um einen besonders mitteilungsbedürftigen Menschen handelt. Aus Höflichkeitsgründen gebe ich ihm knappe Antworten und versuche, diese nicht zu gequält klingen zu lassen. Von mir selbst kommt so gut wie nichts. Gedanklich bin ich ganz woanders. Ich verhalte mich nicht absichtlich so. Ich bin introvertiert. Ich kann nicht anders! Ich bin nicht imstande, so zu tun als würde ich mit ihm reden wollen, obwohl ich es gar nicht will!

    Er hat mich nun mal aus meiner Entspannungsphase gerissen, die ich so dringend brauche! Ich weiß, dass er es nicht absichtlich getan hat. Was weiß dieser höchstwahrscheinlich extrovertierte Mensch schon über Introversion? Und wenn er es wüsste, würde er es auch nicht verstehen, da ihm solche Situationen nicht bekannt sind. Ich wirke auf ihn abweisend und unfreundlich, das ist mir bewusst. Aber ich kann in dieser Situation nichts dafür! Ich habe mir die Introversion nicht ausgesucht! Das weiß ich heute! Früher sorgte auch diese Situation für massive Selbstkritik: „Ich bin ein unfreundlicher Mensch! Da möchte jemand nett mit mir reden und ich reagiere so unhöflich!“

    Ich rate allen introvertierten Menschen:

    Wenn ihr in vergleichbare Situationen kommt und euch ähnlich verhaltet, wie ich beschrieben habe, dann denkt bitte nicht schlecht über euch! Ihr seid weder unfreundlich, unsozial, noch benehmt ihr euch falsch! Ihr verhaltet euch lediglich eurer natürlichen Veranlagung entsprechend, für die ihr nichts könnt und die ihr euch nicht ausgesucht habt!

    Solltet ihr euch bereits ein negatives Selbstbild zugelegt haben, dann seht zu, dass ihr es wieder loswerdet! Der Blog von Patrick kann euch dabei helfen! Auch ich habe hier viel über mich selbst gelernt!

    Mit besten Grüßen,

    Alex

    • Hallo Alex,

      vielen Dank für diesen tollen Kommentar! Ich erkenne mich zu 100% wieder. Ich bin auch immer froh wenn die „gar nicht erst gesehen werden“-Taktik funktioniert. Aber ein schlechtes Gewissen bleibt leider trotzdem. Das Gefühl, das man anders hätte handeln sollen, weil wer-auch-immer das von einem erwartet. Aber du hast recht, natürlich sollte mir das egal sein. Wird wohl noch ein längerer Weg für mich, das zu verinnerlichen…

      Liebe Grüße,
      Anna

  4. Vielen dank es hilft sehr zu eissen dss man nicht unnormal ist, leider sieht die mehrheit der Gesellschaft es anders,es ist auch sehr sehr schwer freunde zu halten und zu finden da niemand es versteht.

    ganz ehrlich,wer will schon ein kumpel mit dem man nie feiern kann da die pflasche nicht redet.

  5. TheKidsWantDjent says:

    Hallo!
    Danke für diesen Artikel. Ich erkenne mich auf jeden Fall auch darin wieder. Bei mir ist es sehr Tagesformabhängig. Manchmal habe ich sogar Lust auf Smalltalk. An einem sonnigen Tag, wenn ich ausgeschlafen und gut gelaunt bin 🙂
    Aber sehr oft nervt es mich extrem und ist es anstrengend für mich, Smalltalk zu halten. Z. B. wenn ich von der Arbeit komme und auch während der Arbeit. Da brauche ich meine Energie einfach für andere Sachen.

    Ich wunder mich immer über meiner Freundin, wie sie mit so vielen fremden Leuten einfach so ein belangloses Gespräch anfängt. Mir erscheint das oft sinnlos und nervig und ich habe einfach meistens keine Lust, mich mit fremden Leuten zu unterhalten. Smalltalk ist für mich wie Arbeit. Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann lasse ich es auch.

    Früher habe ich mich selbst oft dazu gezwungen, doch mal Smalltalk zu halten und es zu versuchen, da ich gehofft habe, dass man so mit der Zeit sich mehr dran gewöhnt und es vielleicht irgendwann anfängt Spaß zu machen. Leider ist dieser Fall nie eingetreten. Mich nervt es nach wie vor, auch wenn ich im Smalltalk halten etwas besser geworden bin. Das macht es aber nicht angenehmer.

    Mittlerweile bin ich recht Selbstbewusst geworden, was ich früher gar nicht war. Auch das hat aber eher das Gegenteil bewirkt. Früher hatte ich Angst davor, dass Leute mich komisch finden, weil ich nicht mit jedem einfach so rede, den ich nicht wirklich mag. Mittlerweile denke ich mir, dass mir das einfach egal sein kann, was andere über mich denken und ich eben so bin wie ich bin. Wer mich so nicht akzeptiert, kann mir am Allerwertesten vorbei gehen. Hauptsache ich bin mit mir zufrieden und muss mich nicht ständig mit Smalltalk abnerven. Es ist mir einfach Wurst, weil ich lieber in kauf nehme, dass mich irgendwelche Leute mit denen ich eh nichts zu tun haben will komisch finden, als dass ich der ständigen Belastung und Anstrengung ausgesetzt bin, zwanghaften Smalltalk zu halten.

    Mit meinen Freunden rede ich selbstverständlich sehr viel. Und selbst wenn ich mal nicht so viel rede, finden es die meisten eher angenehm, dass ich nicht ständig rumplappere, ziemlich entspannt drauf bin und oft auch einfach nur die reine Ruhe genieße. Und wie im Artikel beschrieben, ist man natürlich auch ein guter Zuhörer, was manche Leute auch sehr zu schätzen wissen.

    Das mit dem Kurzzeitgedächtnis fand ich aber sehr interessant. Wenn ich mir so überlege, warum ich Schwierigkeiten mit dem Smalltalk habe, selbst nach jahrelangem „Training“, dann kann ich es auf jeden Fall darauf zurück führen. Mir fehlt einfach die nötige Spontanität für Smalltalk. Auf der anderen Seite kann ich sehr viel reden, wenn ich auf jemanden treffe, der meine Interessen teilt, weil ich dann viel auf mein Langzeitgedächtnis und mein Wissen zurück greifen kann.

    Mich würde jedoch interessieren, ob man sein Kurzzeitgedächtnis irgendwie trainieren kann und dies die Smalltalk-Fähigkeiten verbessern würde.

  6. Hallo lieber Patrick und hallo liebe Intros! 🤗😊

    Ich habe deinen Blog gerade über meine ständige „Googlelei“ über mein Verhalten entdeckt. Dieser Artikel und die Kommentare haben mich soeben zum Strahlen gebracht, denn ich fühle mich endlich mal voll und ganz verstanden!
    Jeden Tag plagen mich die Selbstzweifel über meine doch sehr zurückgezogene Art. Jedoch habe ich angefangen darauf zu achten, über was genau „Extros“ eigentlich gerade reden und mir ist aufgefallen, dass es meist belanglose Dinge sind, die mir in diesem Moment sowieso bewusst sind und keine interessanten oder neuen Informationen für mich darstellen.
    Auch der kleine Abschnitt über das Kurzzeitgedächtnis öffnet mir wirklich die Augen, denn wenn ich spontan reagieren muss, merke ich förmlich, wie ich mich selbst in Panik versetzte und ich mich blockiere. Jetzt ist mir klar, dass wir in solchen Situationen einfach nicht gemacht sind. Vor wichtigen Gesprächen oder selbst vor Telefonaten habe ich mir angewöhnt, mir die richtigen Worte zurecht zu legen. Ich bin noch relativ jung, und hoffe, dass mir dieses Fehlen von Spontanität nicht noch allzu sehr im Weg stehen wird.
    Gibt es vielleicht schon Erfahrungen bei euch, die ihr im Berufsleben gemacht habt und könntet von euch selbst sagen, dass ihr gerade diesen Beruf als Intros sehr gut ausüben könnt?
    Vielleicht wäre das auch eine Idee für einen neuen Beitrag, Patrick. Ich fände dieses Thema auf jeden Fall sehr spannend!
    Danke, dass du uns Intros mit deinem Blog eine Plattform bietest!

    Herzliche Grüße,
    Lisa

    • Patrick says:

      Hi Lisa,

      danke für deinen Kommentar. Schau mal im Forum vorbei (www.introvertiert.org/forum), da gibt’s auch einige Themen rund um Introversion im Beruf 🙂

  7. Alexander says:

    Hi Alex,

    Erst mal toller Artikel. Also ich kann mich auch total in deinem Bericht finden. Ich bin auch eher der Zuhörer und small talk ist für mich anstrengend. Bei mir ist das Problem, dass ich das dann meist immer mit lachen überspiele. Ich merke das oft garnicht. Auch habe ich Schwierigkeiten meine Meinung zu gewissen Themen zu sagen und bin meist neutral. Denke dadurch können mich viele nicht greifen. Weil ich kein Widerstand zeige. Im Kopf ansich habe ich eine Meinung. Aber sie kund zu tun ist für mich ebenfalls anstrengend.
    Ich benötige auch eine Arbeit, ohne große Ablenkungen. So das mein Fokus bei mir liegt. Multitasking ist bei mir auch ein Fremdwort.

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