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Warum sich Extrovertierte und Introvertierte so gut ergänzen

Wenn ich über Introversion rede, werde ich von Extrovertierten sofort gefragt, ob sie mich nerven, weil sie zu viel reden. Offenbar schwingt bei dieser Diskussion immer mit, dass es sich um zwei völlig verschiedene Persönlichkeitstypen handelt, die nicht miteinander vereinbar sind.

Doch aus meiner Sicht ist das Gegenteil der Fall. Introvertierte und Extrovertierte können starke Partner sein. Denken wir an Rosa Parks und Martin Luther King, Steve Wozniak und Steve Jobs oder Frank-Walter Steinmeier und Gerhard Schröder. Drei großartige Teams, die sich jeweils bestens ergänzten und zusammen noch stärker waren als sie es allein gewesen wären.

Deshalb mag ich Extrovertierte. Sie ergänzen mich und ich ergänze sie. Sie gleichen meine Schwächen aus und ich kann sie mit meinen Stärken unterstützen. Gleichzeitig fordern sie mich unbewusst immer auch heraus, meine Komfortzone ein Stück weiter auszudehnen.

Und um auch die Frage zu beantworten, ob mich das viele Reden nervt: Viel zu reden ist nie ein Problem. Blödsinn zu reden, hingegen schon. Wer viel redet, nimmt mir den Druck, selbst viel erzählen zu müssen und ich höre ja ohnehin ganz gern zu.

Introvertierte und Extrovertierte ergänzen sich aber auch auf ganz anderen Ebenen. Drei Beispiele:

1. Macher & Denker

Für Introvertierte spielt sich das halbe Leben im Kopf ab. Sie durchdenken eine Idee aus jeder Richtung, sind sehr gewissenhaft und genau, sie sind gute Planer. Allerdings denken sie auch gern so lange, bis eine Idee völlig zerdacht ist und sie genügend Probleme gefunden haben. So wird es schwierig mit der Umsetzung.

Extrovertierte hingegen gelten eher als Macher. Sie fokussieren lieber auf die Umsetzung, als alles bis ins kleinste Detail zu planen. Doch machen, ohne Ziel und ohne Plan, endet schnell in sinnlosem Aktionismus. Macher brauchen also auch Denker, um etwas umsetzen zu können.

Die Mischung macht’s. Das Ergebnis wird letztendlich besser sein.

2. Außen- & Innenwirkung

Viele Extrovertierte können sehr gut verkaufen: Produkte, Ideen, sich selbst. Sie können Menschen begeistern und überzeugen, sie können präsentieren und Dinge ausdiskutieren. Sie sind oft gute Netzwerker, machen Kontakte, unterhalten mit Small Talk und wecken dadurch beim Gegenüber schneller Vertrauen.

Das sind Dinge, mit denen Introvertierte am liebsten nichts zu tun hätten. Wir arbeiten lieber im Hintergrund, recherchieren, planen, entscheiden – und halten unseren extrovertierten Partnern den Rücken frei. Frank-Walter Steinmeier galt besonders stark als Kanzleramtschef von Gerhard Schröder. Sie waren ein gutes Team. Wenn Steinmeier selbst im Rampenlicht steht, kann er seine Stärken nicht ausspielen.

3. Euphorie & Vernunft

Extrovertierte sind euphorischer und mutiger – dadurch gehen sie höhere Risiken ein. Der Spruch „No Risk, no Fun“ wurde vermutlich von einem Extrovertierten erfunden. Das ist auch gut so, denn ohne Mut und Risiko geht nur wenig voran. Doch Mut und Euphorie haben auch eine Schattenseite: Der Verstand setzt aus und es entstehen vermeidbare Fehler.

Hier kommt der introvertierte Partner ins Spiel, der von vornherein viel zu nüchtern ist, um sich einem Rausch hinzugeben. Introvertierte sind vorsichtiger, vernünftiger und grundsätzlich skeptisch. Das steckt in uns drin. Das allein sind keine guten Eigenschaften. Sie sind eine Garantie für Langeweile. Deshalb ergänzen sich beide Persönlichkeitstypen auch in dieser Hinsicht so gut.

Fazit: Gegensätze ziehen sich an

Ich denke der Spruch ist wahr, auch für Partnerschaften zwischen Introvertierten und Extrovertierten – im Business, in der Politik, der Freundschaft oder der Liebe.

Gegensätze ziehen sich nicht nur an: vor allem ergänzen sie sich. Meine Schwächen sind halb so wild, wenn sie jemand mit seinen Stärken ausgleicht. Meine Stärken sind umso bedeutender, wenn sie nicht nur mir, sondern auch meinem Partner helfen.

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Über den Autor

Mein Name ist Patrick und ich bin introvertiert. Oft habe ich mir gewünscht, extrovertiert zu sein, bis ich meine Veranlagung besser verstanden habe. Mehr über mich, mein Buch Kopfsache, mein Projekt Healthy Habits.

Comments

  1. Sophie says:

    Hallo Patrick,

    ich hatte schon versucht die Artikel als E-Mail zu abonnieren, aber das hat irgendwie nicht funktioniert…
    aber kein Problem, man kann ja auch ganz normal auf der Internetseite schauen.
    Wie ist das mit diesem Blog denn gedacht? Die Leser schreiben Kommentare? Die kann dann aber sonst keiner lesen, oder? Wenn mehrere Leute zu jedem Artikel einen Kommentar schreiben, musst du die ja auch alle bearbeiten bzw. lesen…ist das so gedacht? Dann mache ich das mal…

    Grundsätzlich kann ich zu allen bisherigen Artikeln sagen dass ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe, aber speziell zu dem Thema über die Kombination mit Extrovertierten habe ich mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht. Fast alle meiner „Bezugspersonen“ in den verschiedenen Lebensbereichen (Partner, beste Freundin, bester Kollege…) sind Extrovertierte. Dass ich anders bin habe ich zwar nach und nach gemerkt, aber erst seit ich mich über das Thema Introversion informiert habe (seit einem Jahr) verstehe ich die Hintergründe und dadurch kann man sich ganz bewusst mit seinen extrovertierten Partnern ergänzen…und dass ist eigentlich sehr schön. Ich habe schon lange gemerkt dass ich der Typ für gute Recherchen im Hintergrund bin, meine beste Besetzung wäre glaube ich „Assistenz der Geschäftsleitung“, oder beim Tatort schauen denke ich öfters dass ich dann den ungeliebten Innendienst gerne machen würde.

    Du hast ja so Recht mit dem was du schreibst!! Ich könnte das gar nicht so in Worte fassen und die viel besagte Vorliebe von Introvertierten sich schriftlich auszudrücken ist mir mir kaum vorhanden.

    Zu dem Artikel „selten euphorisch“ möchte ich noch sagen dass ich mich nur für ganz wenige Dinge begeistern kann, aber wenn es was gibt dann kann ich total euphorisch sein und genieße das Gefühl und diese Leidenschaft sehr… UND… viele dieser Sachen hätte ich nicht entdeckt wenn mich nicht meine extrovertierten Freunde dazu gedrängt hätten 😉
    Und durch mittlerweile viele dieser Erfahrungen ahne ich jetzt oft schon wann ich meine Komfortzone
    verlassen muss (obwohl ich gar keine Lust dazu habe) um tolle, neue Erfahrungen zu machen.

    Trotz der guten Ergänzungen mit den Extrovertierten bin ich aber öfters auch ein bisschen enttäuscht von deren Oberflächlichkeit, und weil die ja sooo viele Freunde und Bekannte haben, zweifele ich schon mal an der guten Beziehung die ich mit ihnen habe. Das ist bestimmt völlig unberechtigt und bescheuert aber es ist auch so dass ich meinen Freunden oft nicht die Aktivitäten bieten kann, die sie gerne hätten oder vorschlagen, weil mir das meiste zu anstrengend ist oder mich nicht interessiert.

    Ich mache mir viele Gedanken darüber ob die exklusive Zuneigung die ich meinen guten Freunden/Kollegen/Bekannten zukommen lasse auch entsprechend von ihnen gewürdigt und zurückgegeben wird.

    Wenn fast mein ganzer enger Freundeskreis aus Extrovertierten besteht, was ist dann mit den anderen Introvertierten? Wäre schön sich auch mit denen öfters auszutauschen… da kommt man aber nicht so einfach ran 😉 das kenne ich ja 😉

    Bis demnächst, viele Grüße von Sophie

    • Patrick says:

      Hallo Sophie,

      genau, Du kannst unter jedem Artikel kommentieren und ich versuche, zu antworten. Jedenfalls solange das nicht völlig Überhand nimmt 😉

      Ich kann Deine Bedenken nachvollziehen, ob Extrovertierte Deine Freundschaft genau so zu würdigen wissen. Aber vermutlich ist das kein Gedanke, mit dem Du glücklich wirst. Sie haben nun mal einen deutlich größeren Freundeskreis und verteilen ihre Zeit und Zuneigung auf entsprechend viele Leute.

      Ich fragte mich auch viele Jahre, woher all diese Menschen so viele Freunde haben und wie sie die alle unter einen Hut bekommen und wieso ich viel weniger Freunde habe. Heute weiß ich es und kann damit umgehen.

      Hier noch ein Gedanke, der vielleicht zuversichtlicher stimmt: Ich weiß von dem einen oder anderen extrovertierten Freund, dass sie ihre eigenen Freunde (bewusst oder unbewusst) aufteilen in Leute, mit denen sie Parties feiern können oder verreisen können oder mit denen man mal einen ruhigen Abend zu zweit oder dritt verbringt und sich über Gott und die Welt austauscht. In letztere Gruppe würden wohl wir fallen. Damit kann ich leben, zumal ich zu einer Party im extrovertierten Sinne nichts beitragen kann und selbst auch nur bei dem ruhigen Abend zu zweit eine gute Zeit hätte.

      Viele Grüße,
      Patrick

  2. Hallo Patrick,

    zunächst mal vielen Dank für diesen Blog. Jetzt weiß ich, dass ich nicht alleine auf dieser Welt bin 😉
    Die Liste der von dir genannten Eigenschaften kann ich quasi zu 95% übernehmen.
    Vielleicht sollte ich deinen Block auch mal an diverse Bekannte und Verwandte weiterleiten, die meinen, dass mit mir etwas nicht stimmt… „Dein Leben ist doch total langweilig.“ Du kennst die Kommentare sicherlich. 😉

    Ich persönlich komme mit meiner Introversion gut klar. Allerdings gibt es einen Punkt, der mich zur Verzweiflung treibt. Wie lernt man als introvertierter Mensch eine Frau kennen? Auch wenn es manchmal so scheint, so sind wir doch keine kalten, gefühllosen Wesen. Auch als Introvertierter sehnt man sich nach körperlicher Nähe, Liebe und Zuneigung.
    Aber der Kontakt zum anderen Geschlecht fällt mir schwer. Zunächst mal kann ich eine Frau, die mich interessiert, nicht ansprechen. Ich nehme es mir vor, bekomme es aber nicht hin. Ebenso wenig die Sache mit dem Blickkontakt, was von Frauen dann häufig als Desinteresse oder gar Arroganz gedeutet wird.

    Also, Patrick. Wie macht man das? 😉 Vielleicht kannst du dazu ja mal einen Eintrag verfassen. Ich würde ihn gespannt lesen 🙂

    Grüße,
    Oliver

    • Hallo Oliver,

      leider kann ich dazu keinen Beitrag verfassen, denn ich wüsste nicht wovon ich schriebe.
      Du hast da auch meinen großen Schwachpunkt angesprochen.

      Das Ansprechen bekomme ich im Zweifel noch hin, viel mehr geht dann aber auch nicht. Wenn Du jemanden findest, der den Dreh raus hat, gib mir bitte Bescheid.
      Und sollte ich den Code knacken, werde ich darüber schreiben 😉

      Viele Grüße,
      Patrick

      P.S. Für Introvertierte ist das Internet sicherlich keine schlechte Anbahnungsplattform. So hat es für mich vor einiger Zeit funktioniert, allerdings ist das langfristige „Ergebnis“ aus meiner Sicht nicht so gut. Daher möchte ich diesen Kanal nicht mehr nutzen.

      • Ich kann eure Schwierigkeiten in diesen Bereich nachvollziehen und möchte gerne folgendes dazu sagen:

        Zwar ist es so dass man extrovertierte Männer als Frau leichter kennen lernt, man trifft sie überall und kommt leicht in Kontakt. Wenn man sich dann etwas besser kennenlernt,
        ist man beeindruckt von großem und offensichtlichem Selbstbewusstsein und von den Macher-Persönlichkeiten. Leider haben in dieser Startphase die Introvertierten oft schlechtere Chancen weil man sie leicht übersieht.

        Somit ist das klassische Kennenlernen beim Ausgehen eher eine schlechte Möglichkeit,
        zumal man als Introvertierter in Situationen wo man sich nicht sehr wohl fühlt,
        auch schlecht rüberkommt.
        In Bereichen wo man sich aber wohlfühlt und man mit Leidenschaft bei der Sache ist, kann man leicht die beste Seite der eigenen Persönlichkeit zeigen.
        Ein gesundes Selbstbewusstsein das man erst auf den zweiten Blick bemerkt,
        ist eigentlich umso attraktiver.

        Ich denke der beste Weg eine Partnerin kennen zu lernen sind Bereiche in denen man sich sowieso kennen lernt: Arbeitsplatz, Uni, Sport, Seminare, Vereine, …

        Und dass Frauen eher darauf warten dass die Männer Interesse zeigen und zwar nicht durch sofortiges Ansprechen, sondern ein bisschen beobachten, lächeln und mal abwarten wie der andere darauf reagiert…also dezent Interesse zeigen.

        Denn ist man erst mal in Kontakt, können die introvertierten Männer sehr gut ihre besonderen Fähigkeiten einbringen (die 33 positiven der 92 Eigenschaften).

        Zu Beispiel die besondere Aufmerksamkeit: Kleinigkeiten beobachten, daraus ein Gespräch entwickeln, vielleicht ist der andere beeindruckt dass man dieses oder jenes bemerkt hat.

        Außerdem: Stimmungen wahrnehmen, zuverlässig sein, ehrliches und ernsthaftes Interesse an der anderen Person, gut zuhören können, …

        Das sind alles Eigenschaften die Frauen an Männern oft vermissen, bzw. die bei den Extrovertierten gar nicht zu Tage kommen, weil deren Aufmerksamkeit und Interesse oftmals zu breit gestreut sind um sich für eine Person im speziellen zu Interessieren.

        Als Introvertierter merkt man doch ganz gut wenn es zwischenmenschlich passt,
        und die andere Person merkt das dann vielleicht auch.

        Und obwohl man sich als Introvertierter schnell und heftig verlieben kann,
        denke ich, für uns ist die Liebe auf den zweiten oder dritten Blick ganz gut.

        Also:
        Erst mal kennenlernen, die eigene Persönlichkeit zur Entfaltung bringen und
        anderen die Gelegenheit geben diese tolle Persönlichkeit kennen zu lernen.

        • Hey Sophie,

          schön, dass Du das mal aus Deiner Sicht als Frau schilderst!

          Die Antwort ist an sich nicht überraschend, aber aus meiner Sicht sehr bedeutend. Ich denke auch, wir müssen nicht nur Frauen, sondern Menschen an sich, dort kennenlernen, wo wir genug Zeit haben, uns mit ihnen vertraut zu machen – und sie sich mit uns.

          Ich habe mir darüber in letzter Zeit schon ein paar Gedanken gemacht, denn ich habe mich in eine Lebenssituation manövriert, die mir genau das schwierig macht. Ich habe keinen Job mit Kollegen mehr und ich reise viel durch die Gegend. Einerseits treffe ich viel mehr Menschen als vorher, lerne aber kaum jemanden richtig kennen. Das ist langfristig sicherlich nicht gerade nützlich.

          • Hallo Patrick,

            da ich mich so gar nicht fürs Reisen begeistern kann, kann ich mich in deine Lebenssituation kaum rein versetzten, aber mir würde genau dieses sich gegenseitig Vertraut machen fehlen, was ja eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.

            Für mich sind tiefe Verbindungen mit einigen wenigen Leuten sehr wichtig und machen mich sehr glücklich. Diese freundschaftlichen Beziehungen mussten aber ein paar Jahre wachsen, und obwohl ich manchmal Leute treffe, mit denen ich mich sofort gut verstehe, ist es trotzdem erforderlich den Kontakt über einen langen Zeitraum zu pflegen, damit daraus eine dieser tiefen Verbindung wird. Es ist die Kombination aus diesen Beziehungen und dem Alleinsein, die für mich optimal ist.

    • Hallo,

      das sehe ich auch als das Hauptproblem als Introvertierter an: Wie findet man eine Frau?

      Ich habe überhaupt keine Probleme mit meiner Introvertiertheit, aber in dem Punkt unterliege ich immer und sofort wenn ein Extrovertierter anwesend ist. Versuche bei Partys sich extrovertiert zu geben schlugen regelmäßig fehl und auch da stand ich ganz schnell am „Rand der Gesellschaft“.

      Leider erklärten auch introvertierte Frauen einmal in einem Forum, dass sie auch überwiegend auf die extrovertierten Männer stehen und leider zählt heute halt heute der oberflächliche „erste Eindruck“ – ein zweiter Blick wird selten gewährt.

      Ich fürchte eine Lösung gibt es in der heutigen extrovertierten Zeit nicht für dieses Problem.

      Gruß

      Andi W

      • Hallo Andi,

        das würde ich nicht so schwarz sehen. Sophie sagte ja schon ganz richtig, dass eine Party für uns vermutlich nicht die richtige Umgebung ist, da wir uns dabei ohnehin schon nicht wohl fühlen und vor allem von vielen Extrovertierten umgeben sind, mit denen wir uns unweigerlich vergleichen. Wir müssen uns andere Gelegenheiten schaffen und damit meine ich auch wirklich, diese gezielt zu suchen. Ich kann leider derzeit nicht weiter aushelfen, werde mich dem Thema aber in Zukunft widmen.

        Im Übrigen ist es ja normal, dass es introvertierte Frauen gibt, die auf extrovertierte Männer stehen. Genauso gibt es welche, die auf Introvertierte stehen und auch extrovertierte Frauen kommen häufig mit introvertierten Männern zusammen. Diese Kombination sind in jeder denkbaren Variation möglich. Ich glaube nicht einmal, dass es eine bestimmte Tendenz gibt.

        Das Problem liegt aus meiner Sicht ja nicht darin, dass introvertierte Männer (oder Frauen) weniger beliebt oder begehrenswert wären, sondern dass uns die Situationen, aus denen sich etwas ergeben könnte, nicht einfach so zufliegen.

        Viele Grüße,
        Patrick

  3. Hallo Patrick,

    schön das es diesen Blog gibt, ich stimme dir zu, das Exos und Intris gute Teams bilden können. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen der stark extrovertiert ist, er genoss es im Mittelpunkt zu stehen, knüpfte neue Kontakte, schloss alte Kontakte ab und er ist der geborene Macher. Zwischendurch musste ich ihn mals bremsen.

    Ich dagegen halte mich gern im Hintergrund auf und genieße es wenn meine Arbeitsergebnisse gelobt werden, die Präsentation überlasse ich gerne anderen. Hin und wieder lenkte er den Focus auf mich, was mir nicht so passte, aber was soll´s. Ich habe gerne mit ihm zusammen gearbeitet.

    Demendsprechend waren wir ein sehr gutes Team, vor allem, da er mir immer das Gefühl von Wertschätzung entgegen gebracht hat und unsere Arbeit immer als Team-Leistung darstellte. Was ich von den meisten anderen „Machern“ so nicht gewohnt bin.

    Leider hat er den Bereich gewechselt und wir gehen nun beruflich getrennte Wege. 🙁

    Als Team waren wir aber Top. 😀

  4. Hallo!

    Hier wurde die Frage in den Raum gestellt, wie ein introvertierter Mann eine Frau findet. Ich bin ein introvertierter Mann und erzähle gerne über meine diesbezüglichen persönlichen Erfahrungen:

    Wahrscheinlich wird mir jeder introvertierte Mann beipflichten, wenn ich sage: Der Klassiker funktioniert nicht! Also fortgehen, eine interessante Frau ansprechen und mit ihr flirten. Wir sind einfach nicht in der Lage, aus dem Nichts heraus ein Gespräch anzufangen mit einer unbekannten Frau, über die wir absolut nichts wissen. Nicht, weil wir uns nicht trauen würden! Wir mögen und beherrschen einfach keinen Small Talk, auch nicht aus der Motivation heraus, mit der Frau an der Bar (oder wo auch immer) in Kontakt zu kommen.

    Da ich nicht schüchtern bin, habe ich es früher mehrfach versucht. Das Ergebnis war immer dasselbe: Nach spätestens zwei Minuten war das inhaltslose Gespräch eingeschlafen! Diese zwei Minuten strengten mich bereits derartig an, dass ich nicht mehr wusste, was ich als Nächstes sagen sollte. Dieses rasche hin und her ohne Inhalt geht mir einfach zu schnell. Wenn man in den Augen der Frau dann als Idiot dasteht, der offensichtlich nicht einmal für fünf Minuten ein „normales“ Gespräch führen kann, ist das nicht unbedingt der Sinn der Sache!

    Automatisch drängt sich diesbezüglich die Frage auf: Wäre es in dieser Hinsicht nicht sogar besser, einfach „nur“ schüchtern zu sein? Was ist schlimmer, zu sagen:

    „Ich trau mich nicht?“ (schüchternheitsbedingt, was man aber ändern kann!),

    oder wenn man sagen muss:

    „Ich kann das nicht!“ (aufgrund der Introversion, die man aber nicht ablegen kann)?

    Aber es ist, wie es ist! Meine persönliche Erfahrung besagt, dass mir als „nur“ introvertierter Mann noch andere Möglichkeiten offen stehen, eine Frau kennenzulernen! Möglichkeiten, die mir mehr behagen und wo ich mich meiner Veranlagung entsprechend verhalten kann. Das Internet war da für mich eine gute Alternative. Ich hatte früher einige Dates mit Frauen aus Partnerbörsen. Fast alle verliefen zufriedenstellend. Mit einigen Damen ergab sich auch eine Partnerschaft. Wie lange, sei mal dahingestellt. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass introvertierte Männer sehr wohl Möglichkeiten haben, erfolgreich Frauen kennenzulernen!

    Wie liefen solche Dates bei mir ab? Nach einiger Zeit des schriftlichen Beschnupperns (schriftlich fällt mir ja besonders leicht, da ich genug Zeit zum Überlegen habe, was ich schreibe), machten wir uns eben ein Trerffen aus, meistens in irgendeinem Lokal. Auf dem Weg zu diesem Treffen war ich eigentlich nie sonderlich aufgeregt. Ein bisschen nervös vielleicht, aber weit entfernt von Unsicherheit oder gar Angst. Nach diesen Treffen ging der Tenor der Damen oft in die Richtung, dass man sich mit mir sehr nett unterhalten kann und sie mich wiedersehen möchten. Na, das ist doch schon was!

    Natürlich habe ich mich damals oft gefragt, warum es bei solchen Treffen so gut klappt, es aber auf die klassische Methode einfach nicht funktioniert? Jetzt, wo ich über Introversion Bescheid weiss, ist die Antwort ebenso einfach wie logisch: Bei diesen Dates fällt das mir so verhasste „aus dem Nichts heraus eine unbekannte Frau ansprechen müssen“ weg! In der Regel hat man vor einem Treffen ja bereits über Chat oder Mail Informationen ausgetauscht. Wenn ich zurückdenke, habe ich mich aufgrund dieser Informationen immer auf die Dates angemessen vorbereitet: Was weiss ich bereits über sie? Was macht sie gerne? Hat sie an etwas aus meinem Leben besonderes Interesse gezeigt (Hobby, Arbeit,…)?

    Und schon hatte ich mehrere interessante Gesprächsthemen im Kopf. Vorbereitung ist ja ein introvertierter Trumpf, und diesen konnte ich dann beim Treffen gezielt ausspielen. Genau diesen Trumpf gibt es bei der klassischen Methode jedoch nicht! Was kann ich mich schon großartig darauf vorbereiten, die hübsche Frau an der Bar anzusprechen, über die ich überhaupt nichts weiss? Was für Gesprächsthema soll ich mir da zurechtlegen? Das geht nicht! Und das ist der einzige Unterschied. Aber der macht´s aus und entscheidet bei mir über Erfolg oder Mißerfolg.

    Allerdings sind Partnerbörsen im Internet nicht die einzige Möglichkeit für introvertierte Männer, eine Frau zu finden. Ich finde eine andere Variante mittlerweile viel interessanter: Im Internet nach Menschen zu suchen, die gewisse Interessen mit mir teilen. Freizeitgruppen, deren Aktivitäten mich ansprechen. Auch wenn ich als Introvertierter gerne mal allein bin, so bin ich keineswegs ein ungeselliger Mensch und möchte hin und wieder mit netten Leuten etwas unternehmen. Was das ist, möchte ich mir aber gezielt aussuchen! Ich bin wählerisch! Es müssen natürlich Aktivitäten sein, bei denen ich mich wohlfühle, die Gruppe sollte nicht zu gross sein,…

    Wenn man lange genug sucht, sollte man etwas Passendes finden. So war es zumindest bei mir. Ideale Aktivitäten sind für mich z.b Bergwandern oder Spieleabende. Entspannung in der unberührten Natur ist herrlich. Mit meinen Bergkameraden kann ich mich wunderbar über unser gemeinsames Hobby unterhalten, z.b welche Touren wir schon gemacht haben und welchen wir noch machen werden. Auch Spieleabende empfinde ich als angenehme Aktivität. Niemand, der mich mit lauter verbalem Mist bombardiert, alle sind auf das Spiel konzentriert und haben ihren Spaß miteinander. In diesen Atmosphären fühle ich mich gut aufgehoben und habe die Erfahrung gemacht, dass man in solchen Freizeitgruppen auch sehr ungezwungen Frauen kennenlernen kann! Die teilen ja schon mal meine Interessen, sonst wären sie ja nicht in der Gruppe. Daher haben die dortigen Gespräche normalerweise Tiefgang, weil man sich häufig über das gemeinsame Hobby unterhält und sich auf diese Art näher kommen kann!

    Ob sich nun tatsächlich eine Partnerschaft entwickelt, steht natürlich auf einem anderen Blatt! Aber die Erkenntnis bleibt: Wenn wir keinen Small Talk führen müssen und uns nicht an Orten aufhalten, an denen wir uns nicht wohlfühlen, haben wir schon unsere Möglichkeiten, Frauen kennenzulernen! Ein wenig aktiv werden müssen wir natürlich selbst, aber im Recherchieren, Suchen und Planen sind wir doch normalerweise gut! Ich denke, so richtig problematisch wird es erst, wenn der Mann introvertiert UND schüchtern ist! Das ist eine ungute Kombination. Dann muss er nämlich nicht nur auf seine Introversion achten, sondern auch noch die Schüchternheit wegbekommen. Aber ich glaube, unmöglich ist gar nichts!

    Abschliessend möchte ich noch betonen, dass obige Möglichkeiten für mich persönlich funktioniert haben! Was für mich richtig war, muss für andere noch lange nicht richtig sein! Vielleicht aber kann der eine oder andere introvertierte Mann irgendetwas Positives für sich rausziehen!

    Gruß,

    Alex

  5. Hallo,

    das hört sich gut an, ist aber meine Erfahrung nach leider nicht so erfolgreich wie Du es darstellst.
    Man kann noch sich so toll darstellen wie man will – ist ein Extrovertierter zugegen, sind die meisten Damen so von ihm und seinem Auftreten (vermeintlich „selbstbewusst“) eingenommen, dass ich als Introvertierter sofort in den Hintergrund rücke und uninteressant werde.

    Zuletzt hatte ich auf einer wissenschaftlichen Konferenz etwas probiert, mit Frauen geredet und dann tauchte ein Extrovertierter auf, mischte sich ins Gespräch (so wörtlich: „Na Elena Du langweilst Dich wohl?“) und kegelte mich regelrecht von der Bildfläche mit seinen Sprüchen.

    Auch bei Dates ist es i.a. so, dass sich die Damen für einen Extrovertierten entscheiden, wenn sie – wie heute üblich – große Auswahl haben.

    Das Problem ist, dass man eben solche treffen nicht 100% vorbereiten kann – Frauen wollen zum Lachen gebracht werden und das kann der Extrovertierte 100 mal besser als ein Introvertierter.

    Wie man es wirklich erfolgreich schaffen kann, weiß ich leider bis heute nicht – vermutlich im heutigen extrovertierten Umfeld gar nicht.

    Gruß

    • Hallo alle zusammen,

      nun möchte ich doch auch mal meine Senf dazu geben.
      schon bei dem ersten Beitrag musste ich innerlich aufstöhnen. GENAU das selbe Problem habe ich, als introvertierte Frau mit Männern. Wie lerne ich die kennen? Wie fängt man ein Gespräch an, wenn man jemande interessant findet (mal unabhängig davon, ob man sich eine Beziehung wünscht oder nicht).
      Und ich gehöre eher zu der Fraktion die sich von inhaltsschweren Gesprächen beeindrucken lässt und nicht von einem „Na, du langweilst dich wohl?“ ;-). Allerdings wäre ich wohl in der Situation zu nett um dem Extro zu sagen:“ Nee, mach ’ne Fliege. Wir haben uns gerade super unterhalten.“
      In der Mensa fielen mir auch eher die „Einsamen Wölfe“ ins Auge, als die Typen in den großen Cliquen. Doch wie stellt man sich jemandem vor, den man gerade Aufgrund seiner introvertierten äußeren Haltung interessant findet? Ich würde mich wie ein Idiot fühlen, einen anderen Introvertierten einfach so anzusprechen. Eben aus den von euch schon besagten Gründen (die ja dann auf uns beide zutreffen).
      Es gibt inzwischen viele in meinem Freundeskreis, bei denen ich schon lange vorher (teilweise Jahre!) dachte:“Der/die macht einen unglaublich symphatischen Eindruck, den/die würde ich zu gerne näher kennenlernen.“ Erst viel später (meist durch andere Bekannte) habe ich die dann wirklich kennenlernen dürfen und mein erster Eindruck hat sich bisher immer bestätigt! Das sind alles tolle Menschen. Aber ich will nicht immer darauf warten, dass ich diese Leute dann erst 1-2 Jahre später kennenlerne, wenn sie mir doch schon viel früher positiv aufgefallen sind. Das ist gerade ein Dilemma, aus dem ich einfach nicht rauskomme…
      Ich fürchte, da kreisen dann zwei Introvertierte ewig und zwei Tage um einander, ohne sich zu treffen :-/

      Das einzige, was bei mir wirklich funktioniert ist der Sport oder ähnliche Aktivitäten (man sucht nach einer Sportart, die man absolut spannend findet und lernt dann Gleichgesinnte kennen).

      p.s.: Jemanden zum Lachen bringen ist zwar schön und gut für eine nette Unterhaltung, aber als Freund oder Partner würde ich mir lieber jemanden mit subtilem Humor aber viel Wissbegierde und Offenheit der Welt gegenüber wünschen 😉

      • Hallo Julia,

        danke für Deinen Beitrag. Vor allem das „P.S.“ finde ich interessant. Ich sehe das nämlich ähnlich und nicht ganz so hoffnungslos wie Andi. Ich glaube auch, dass Humor kurzfristig zieht, aber auch keine Basis für eine Beziehung oder Freundschaft ist.
        Trotzdem dürfen natürlich auch Introvertierte gern humorvoll sein und sind es glaube ich auch. Nur anders. Mein Humor wird z.B. häufig als „trocken“ beschrieben 😉

        Übrigens: Ich werde den Kommentar von Alex demnächst als Gastartikel veröffentlichen, so dass das Thema dann dort diskutiert werden kann. Den Artikel werde ich ggf. noch leicht bearbeiten. Das habe ich mit Alex natürlich schon besprochen.

  6. Hallo allerseits,

    mal ein anderer Dreh, unter dem ich als (eher) extrovertierte Frau leide: fast mein gesamter Freundeskreis besteht aus introvertierten Menschen, ich schätze sie sehr, fühle mich bei ihnen geborgen und verstanden. Sie nehmen sich Zeit für mich und nach einer Verabredung gehe ich meist gestärkt heim, fühle mich geschätzt. Kontakt mit anderen Extrovertierten ist für mich hingegen oft anstrengend, es kommt manchmal zu einer Art „Gerangel“. Auch lustig, aber nicht selten zährend.

    Mein Problem, wenn man es so sagen kann, ist, dass ich mich zudem auch immer in sehr introvertierte Männer verliebt habe. Und darüber oft frustriert war. Das Warten auf eine Kontaktanbahnung (meistens habe ich dann die Initiative ergriffen, aber manchmal wünscht man sich eben auch, dass vielleicht gerade ein etwas zurückhaltenderer Mensch den ersten Schritt macht), die einfach ausbleibt, wenn ich mich nicht bemühe. Die Ratlosigkeit, ob ich denjenigen möglicherweise nerve. Was ein Rückzug bedeuten könnte… Ich habe sie oft als sehr viel unabhängiger von diesem Kontakt erlebt als mich. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Der andere kommt gut mich sich allein zurecht. Ich sehne mich nach „meinem“ interessanten, ruhigen Mann. Ich leider darunter. Bin sehr vorsichtig geworden. Und auch bei meinen Freunden bin ich hin und wieder enttäuscht. Ich weiß, dass sie mich schätzen und ich dränge mich nicht auf, gebe den Raum, der benötigt wird und kann auch mit Absagen gut umgehen. Doch ist es immer wieder so ein fahler Geschmack von Einseitigkeit, der mich traurig macht und verunsichert.

    Line

    • Patrick says:

      Hallo Line,

      das ist eine sehr interessante Perspektive, die Du da hast!
      Introvertierte sind nicht gerade die proaktivsten Menschen, sondern eher abwartend – gerade in der Beziehungsanbahnung. Mich würde nicht wundern, wenn viele (ich auch) deswegen manch eine Chance verpassen. Aber bin (als introvertierter Mann) auch nicht gerade happy darüber, dass Frauen trotzdem warten, obwohl sie die aktivere Persönlichkeit haben. Nur, weil es gesellschaftlich so anerkannt ist, dass der Mann den ersten Schritt gehen muss.

      Auch Deine Erfahrungen mit introvertierten Freundschaften finde ich interessant. Ich weiß nicht, ob das wirklich so einseitig ist. Vermutlich fühlt es sich nur so an. Aus eigener Erfahrung und aus den Erkenntnissen im Forum kann ich sagen, dass Introvertierte eher wenige Freunde haben und damit zurecht kommen müssen, dass ihre extrovertierten Freunde ihre Zuneigung/Aufmerksamkeit auf viel mehr Leute verteilen.

      Klar ist aber auch, dass man Introvertierte erdrücken kann, vor allem als sehr aktiver Extrovertierter. Vielleicht solltest Du Deine Aufmerksamkeit auch auf ein paar Extros lenken, die damit besser umgehen können. Dann bekommst Du von der einen Gruppe vielleicht mehr Zeit und von der anderen mehr Aufmerksamkeit in die Tiefe (dafür aber nicht 3 Mal pro Woche).

      • Hallo Patrick,

        was du „interessante Perspektive“ nennst, ist leider das Dilemma, das Extros immer mit euch Intros haben.

        Ich selbst bin Zentro/Ambi, meine Liebste aber Intro. Ich fresse gerade alles, was ich zu lesen bekomme zum Thema „Liebe zwischen Intros/Extros“. Ich versuche, sie zu verstehen und keine Fehlinterpretationen ihres Verhaltens vorzunehmen. Das klappt auf der rationalen Ebene sehr gut.

        Aber eher extrovertierte Menschen brauchen wirklich Feedback und Bestätigung, gerade im emotionalen Bereich. Und genau dieses Feedback fehlt häufig, wenn man z. B. eine gewisse Zeit getrennt ist (beruflich bedingt z. B.). Dann bettelt man förmlich um ein einziges liebes Wort.

        Ich kann dann rational zwar durchaus nachvollziehen, warum das so ist, aber unser Herz kannst du nicht übertölpeln. Das braucht das.

        Es ist wie mit Durst und Hunger. Der Verstand kann sagen, es gibt gerade nichts zu trinken, gedulde dich. Aber dein Körper sagt irgendwann einfach: Ist mir scheißegal, ich brauch jetzt etwas oder ich mache schlapp.

        Wir haben begonnen, darüber zu reden. Wichtig ist, dass beide daran mitarbeiten. Sonst geht es schief.

        Mark

  7. Ein schöner Artikel!
    Die Punkte treffen voll und ganz auf mich und meinem Partner zu. Während er der extrovertierte Mensch ist, bin ich dagegen eher introvertiert.
    Auch wenn es ab und zu eine kleine Diskussion gibt, da ich nicht so viel unter Menschen gehe oder so viel Unternehmen will, wie er.

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